Weihnachtliche Keksspielereien

Wer behauptet, mit Essen dürfe man nicht spielen, hat absolut keinen Plan. Mit zwei großen Ladungen von Peggy Porschens Wunder-Keksteig  haufenweise Keksideen auszuprobieren, macht sogar enorm großen Spaß. Wenn man 30g Mehl durch Kakao austauscht und einen Teelöffel Spekulatius-Gewürz hinzugibt, hat man im Nu einen weihnachtlichen Keksteig, aus dem sich mit etwas Geschick (und in meinem Fall einem Haufen Glück) nette Mitbringsel für liebe Menschen zaubern lässt.

 

Schokoladen-Ausstechkekse
 
Kleines Grundrezept für schokoladige Ausstecherle
Zutaten
  • 200g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 200g Zucker
  • 370g Mehl
  • 30g Backkakao
  • 1 Prise Salz
Zubereitung
  1. Die Butter und den Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Schlagbesen des Handmixers zu einer cremigen Masse rühren. Anschließend das Ei gut unterrühren. Das Meh, den Kakao und die Prise Salz über die Mischung sieben und mit dem Mixer zu einem groben Teig verarbeiten. Den Teig nochmals per Hand gut durchkneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Backofen auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die gewünschte Dicke ausrollen, Motive ausstechen, die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und ca. 10 - 12 Minuten backen. Kekse auf einem Gitter abkühlen lassen.

Man kann zum Beispiel 1 Tl Meringue Powder von Wilton, 250g gesiebten Puderzucker und 60ml Wasser mit dem Handmixer zu Royal Icing verarbeiten, um seine nicht vorhandenen Spritzglasur-Künste zu zeigen. Vom Ergebnis knipst man ein Bild und präsentiert es mit stolzgeschwellter Brust auf seinem Blog. Sehr wichtig ist dabei, den Leuten nicht zu erzählen, dass dies der salonfähigste Keks ist und die Glasur der übrigen dreizehn Stück aussieht wie die Seismographen-Auswertung eines Erdbebens der Stärke sieben.

Man kann aber auch essbare Teelichthalter basteln. Dazu braucht man lediglich einen kreisrunden Ausstecher, einen Ausstecher in Form einer Tanne, eine Lochtülle und einen Rest Royal Icing, der vom missglückten Spritzglasur-Versuch übrig blieb. Die Lochtülle wird benötigt, um vor dem Backen kleine Löcher in die ausgestochenen Tannen zu pieken. Sind Kreise und Tannen gebacken und ausgekühlt, klebt man die Tannen mit etwas Royal Icing auf den runden Keksen fest.
Eine Kaffeetasse, mit dem Henkel Richtung Tanne gedreht, dient solange als Stütze, bis das Royal Icing getrocknet ist. Danach zündet man ein Teelicht an und steht vor einer nicht sehr einfachen Wahl: angucken oder aufessen?

Ist immer noch genügend Keksteig vorhanden, macht man sich an die Herstellung von Baumschmuck. Man sticht Teig in der gewünschten Form aus und bohrt vor dem Backen mit einem Zahnstocher Löcher in die Kekse, damit man später ein Band durchziehen kann. Nach dem Backen rollt man etwas weißen Fondant aus und drückt mit Stempeln weihnachtliche Motive in die Zuckermasse. Dann wird der Fondant ausgestochen, der Keks mit ganz wenig Honig bestrichen und das Fondant-Motiv auf den Keks gelegt.
Mit einem Zahnstocher bohrt man von der Rückseite des Kekses ausgehend ein Loch in die Fondantdecke. Zum Schluss wird ein Band durch den Keks gezogen, eventuell ein wenig essbare Pulverfarbe in Gold aufgepinselt, und schwuppdiwupp hat man Baumschmuck, der nach Weihnachten garantiert nicht auf dem Dachboden verstaut werden muss.

Damit bin ich auch schon mit meinem Latein am Ende, was die weihnachtliche Verwendung vom keksigen Alleskönner betrifft. Zum Schluss muss ich euch aber noch dringend ein kleines Rezept unterjubeln, das aus Zeitnot keinen eigenen Beitrag mehr erhält. Der Brötchenlieferant, der uns an den Feiertagen mit Frischgebackenem versorgt, bekommt morgen früh ein Tütchen, in dem unter anderem eine Portion von Froschmamas leckeren Weihnachtsmandeln steckt. Die wollte ich dieses Jahr unbedingt noch ausprobieren und habe es tatsächlich geschafft – wenn auch auf den aller, allerletzten Drücker. Und jetzt wünsche ich euch ein schönes Fest! Wir sehen uns nach den Feiertagen wieder, mit neugewonnenem Weihnachtsspeck und neuen Rezepten.

 

Weihnachtsmandeln
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Schnellgemachtes, weihnachtliches Mitbringsel
Zutaten
  • 400g ganze Mandeln
  • 400g Puderzucker
  • 150g Lindt Couverture Zimt & Koriander
Zubereitung
  1. Die Mandeln und 200g Puderzucker in eine Pfanne mit hohen Rand geben und die Masse bei starker Hitze karamellisieren lassen. Dabei gut umrühren. Nebenbei die Couverture in einer Schüssel über dem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Die zuckerüberzogenen Mandeln in die Schokolade geben und mit einem Löffel miteinander vermengen. Die restlichen 200g Puderzucker in eine große Schüssel mit Deckel schütten, die Mandelmasse hinzugeben, den Deckel aufsetzen und die Schüssel so lange schütteln, bis sich die Mandeln voneinander gelöst haben und jede einzelne mit Puderzucker überzogen ist.
Hinweis
Die zuckerverkrustete, leere Pfanne auf den Herd zurückstellen und bis zum Rand mit Wasser füllen. Das Wasser bis kurz vor den Siedepunkt bringen und die hartnäckigen Karamellreste ganz bequem mit einem Löffel beseitigen.