Werbung: Küchenpost-Nachlese die Zweite

Heute kann ich euch den letzten Teilnehmer meines großen Küchenpost-Castings 2013 vorstellen, der es leider nicht in den Recall schaffte. Besagter Teilnehmer, ein eingeschworenes Team goldener Schokoladenblätter, überzeugte zwar durch ein hübsches Äußeres und guten Geschmack, doch leider stellte sich bereits nach kurzer Zeit heraus, dass die Kandidaten dem Druck einfach nicht gewachsen waren. Es folgten der Rausschmiss und somit auch das Ende einer vielversprechenden, viel zu kurzen Küchenshowbiz-Karriere.

Die Idee zu den Schokoladenblättern entstand, nachdem mir die Firma räder* zwei wunderschöne und winterliche Produkte aus der „Porzellangeschichten“-Kollektion zuschickte. Die herabfallenden Blätter, welche den Kerzenleuchter, den mein Mann da oben so schnieke in die Kamera hält, und die dazu passende Porzellandose schmücken, erinnerten mich an die unzähligen Anleitungen zur Herstellung eigener Schokoladenblätter, über die ich immer wieder im Internet stolpere. Da mein PAMK-Paket „goldig“ werden sollte, waren abgepuderte Schokoblätter für mich der ideale Inhalt. Leider bedachte ich nicht, dass die Schokolade fürchterlich dünn, und damit fürchterlich zerbrechlich ist. Statt in das Paket wanderten die Blättchen also lieber in meinen Bauch – und zwar als Dekoration leckerer Lebkuchen-Cupcakes. Auch schick.

Schoko-Blätter
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Anleitung zur einfachen Herstellung einer tollen Schokoladendekoration
Zutaten
  • Blätter, z.B Minze, Zitronenmelisse, oder (ungespritzte!) Rosen
  • 100g Zartbitter-Schokolade
  • Bei Bedarf goldene Puderfarbe (z.B. Radiant Gold, Sugarflair)
Zubereitung
  1. Die Blätter von der Pflanze schneiden; dabei möglichst viel Stiel erhalten. Die Blätter anschließend gut waschen und mit einem Tuch trockentupfen. Die Schokolade in der Mikrowelle schmelzen. Ein Blatt am Stiel festhalten und die Rückseite komplett mit Schokolade einpinseln. Auf ein Stück Backpapier ablegen und im Kühlschrank ca. 20 Minuten aushärten lassen. Das Blatt mit den Fingerspitzen vorsichtig von der Schokoladenschicht ziehen und mit goldener Farbe abpudern.
Hinweis
Die Mittelrippe des Blatts extra dick mit Schokolade bepinseln, da diese Stelle beim Abziehen besonders zerbrechlich ist. Es ist ratsam, die hauchdünnen Blätter mit eher kühlen Händen anzufassen, weil sie durch Körperwärme sehr schnell schmelzen. Die Blätter sollten bis zum Verzehr im Kühlschrank gelagert werden. Ich habe übrigens Minz- und Rosenblätter ausprobiert und empfand das Hantieren mit den deutlich grösseren Rosenblättern als angenehmer.

Exakt zwei Lebkuchen Cupcakes
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Weihnachtliche Cupcakes für zwei Personen
Zutaten
  • Cupcakes
  • 1 Eiweiß
  • 30g dunkelbrauner Muscovado-Zucker
  • 50g Butter, flüssig
  • ¼ Tl Lebkuchengewürz
  • 50g Mehl
  • ¼ Tl Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 gefüllte Lebkuchenherzen
  • Frosting & Dekoration
  • 2 El Nutella
  • 80g Schlagsahne, gekühlt
  • ½ Packung Sahnesteif
  • Schokoladenblätter & Blattgold
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Zwei Papierförmchen in ein Muffinblech stellen. Eiweiß und Zucker mit dem Schlagbesen eines Handmixers miteinander verrühren. Anschließend die flüssige Butter untermixen. Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz dazugeben und ebenfalls unterrühren. Je 1 El Teig in die Papierförmchen geben und ein Lebkuchenherz draufsetzen. Den restlichen Teig gleichmäßig auf die zwei Muffinförmchen aufteilen und auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen.

  2. Die Schlagsahne kurz mit dem Schlagbesen eines Handmixers auf mittlerer Stufe durchmixen. Sahnesteif einrieseln lassen und auf höchster Stufe recht steif schlagen. Nutella zur Sahne geben und nun weitere ein bis zwei Minuten komplett steif schlagen. Schlagsahne in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf die ausgekühlten Cupcakes auftragen. Mit Schokoladenblättern und Blattgold dekorieren.
Hinweis
Grundrezept für exakt zwei Cupcakes nach How Sweet It Is

*räder stellte mir Porzellandose und Kerzenleuchter kostenlos zur Verfügung. Dieser Aspekt hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Am Schluss zu den richtig wichtigen Dingen des Lebens – ich bin nämlich in der aktuellen Ausgabe der BRAVOGirl! Mit eigenem Rezept auf Seite 49, zwischen „Ich wurde so richtig krass verarscht!“ und „Schmink-Fail“. Ich finde es großartig!

22_12_13_F

Außerdem schulde ich euch noch den Gewinner des Adventskalender-Giveaways. Random.org hat entschieden, dass Pralinenset, Schmelzschale und lecker Schokolade bei Mary einziehen dürfen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Mary, ich schicke Dir eine Email!

Ladyfingers

Lieber Herr King,

wir kennen uns nicht wirklich, auch wenn ich mir das gerne einbilde. Ich muss um die elf Jahre alt gewesen sein, als ich meinem großen Bruder an einem verregneten Herbstabend ein Buch, es war die Kurzgeschichtensammlung „Nachtschicht“, aus dem Bücherregal stahl und mich damit unter meiner Bettdecke versteckte. Bereits nach der ersten Geschichte hatte ich die Hosen voll, war gleichzeitig aber völlig fasziniert und las immer weiter, bis ich später in der Nacht von Wäschemanglern und Schreckgespenstern träumte. Seitdem sind zwar etliche Jahre ins Land gegangen, aber ein neuer Roman aus Ihrer Feder ist für mich seit jenem Abend wichtiges Herbst-Ritual, genauso wie die erste angezündete Kerze und der erste heiße Apfelsaft mit Zimtstange und Sternanis. Und manchmal verstecke ich mich zum Lesen tatsächlich noch unter der Bettdecke.

Als großer Bewunderer ihrer Kunst war ich verständlicherweise aus dem Häuschen, als ich hörte, dass Sie im Rahmen Ihrer European Book Tour ganz in meiner Nähe Halt machen werden. Natürlich musste ich mir sofort Tickets für die Veranstaltung besorgen. Und ich habe mir überlegt, welche Fragen ich Ihnen gerne stellen würde. Glauben Sie eigentlich an das Paranormale?  Sieht Ihr Haus von innen genauso cool aus, wie ich es mir vorstelle? Was haben Herr Spielberg und Sie sich dabei gedacht, „Under The Dome“ derart zu verhunzen, und wie haben Sie ausgerechnet ASAC Schrader dazu überreden konnten, bei diesem Quatsch mitzumachen?

Besonders über die letzte Frage würde ich mich gerne in aller Ausführlichkeit mit Ihnen unterhalten, Herr King. Am besten auf unserem nicht ausgebauten Dachboden. Dort, wo genügend Platz für ein Bett und die alte Royal Schreibmaschine ist.

Ich freue mich auf heute Abend!

Ihr größter Fan,
Persis

 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Für Überlebenstypen: Zartes Eiergebäck mit Schokoladendip
Zutaten
  • 3 Eier
  • 40g Speisestärke
  • 40g Mehl
  • 80g Puderzucker (+ zusätzlicher Puderzucker zum Bestäuben)
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • Nutella-Speculoos Dip
  • 70g Speculoos, zimmerwarm
  • 70g Nutella, zimmerwarm
  • 50g Zartbitter-Schokolade
  • 50ml Schlagsahne
  • ¼ Tl Zimt
Zubereitung
  1. Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen. Das Eiweiß und 1 El Zucker mit dem Handmixer aufschlagen; dabei den Rest des Zuckers (plus Vanillezucker) nach und nach einrieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis das Eiweiß sehr steif ist. Danach das Eigelb mit dem Mixer unterrühren. Mehl und Speisestärke in eine Schüssel sieben und portionsweise mit einem Spatel vorsichtig unter die Eimasse ziehen. Den fertigen Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und ca 6-7cm lange Löffelbiskuit auf ein mit Backpapier belegtes Blech ziehen (dabei genügend Abstand zwischen den einzelnen Keksen lassen, da sie etwas aufgehen). Mit gesiebtem Puderzucker bestreuen und in der Mitte des Ofens ca. 12-15 Minuten goldgelb backen. Danach das Backpapier samt Kekse auf eine kalte Tischplatte ziehen und dort 10 Minuten ruhen lassen. Dann erst auf ein Kuchengitter legen und komplett auskühlen lassen.

  2. Die in Stücke gebrochene Schokolade mit der Sahne in der Mikrowelle schmelzen. Speculoos und Nutella hinzugeben, umrühren und auf niedriger Wattzahl dickflüssig erhitzen. Mit Zimt abschmecken und laufwarm zum Löffelbiskuit servieren.
Hinweis
(Rezept für Löffelbiskuit nach La Tartine Gourmande)

 

link

Unschön

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Liebe Leser, liebe Pimpimella! Ich werde euch heute an einen Ort entführen, den Normalsterbliche sonst nicht zu sehen bekommen: der Keller, in dem ich meine Leichen verscharre. Erschreckend viele haben sich im Laufe der Zeit hier unten angesammelt. Die einen so frisch, dass sie quasi noch in den letzten Zuckungen liegen, während die anderen schon seit geraumer Zeit vor sich hin faulen. Bevor ich euch mit in meinen Keller nehme, muss ich allerdings noch zwei Warnungen aussprechen. Erstens: die untenstehenden Bilder und Geschichten werden euch bis in den Schlaf verfolgen. Zweitens: solltet ihr meinen Keller und mich bei der Backpolizei verpfeifen, so muss ich euch leider die Zunge entfernen. Mit einer rostigen Nagelschere.

14_08_13_ENicht gesellschaftsfähig: meine eigene Geburtstagstorte. Dabei sah auf den ersten Blick alles so gut aus. Die Vanillesahne schmiegte sich wie ein fluffiger Pelz um zwei saftige Bananenkuchen, die einen Kokospudding von perfekter Konsistenz in die Mitte nahmen. Das eigentliche Problem lag etwas tiefer, nämlich in der Magengegend. Das Törtchen war durchaus lecker, aber sehr reichhaltig und dadurch unbekömmlich. Das fanden auch meine Gäste, die bereits nach einem halben Stück Geburtstagstorte deutlich stiller wurden, zum Zeichen der Kapitulation die weiße Serviette schwenkten und danach stocksteif und mir glasigem Blick die Raufasertapete auf der gegenüberliegende Wand anstarrten.

Das Backen von Kekse und Cupcakes hätte ich mir an jenem Tag übrigens sparen können, denn die Leckereien wurden zugunsten einer Packung Rennie, die heimlich unter dem Tisch herumgereicht wurde, ignoriert. Der einzige Gast, der aus purer Höflichkeit an einem Mini Gugl knabberte, musste am Abend sogar mit dem Brecheisen aus seiner Sitzgelegenheit gestemmt werden. Danach zerriss ich das Torten-Rezept in sieben Teile und vergrub diese auf allen sieben Kontinenten – auf dass der kiloschwere Bananenklops nie wieder eine harmonische Kaffeerunde stören wird.

14_08_13_BDiese Kekse haben eigentlich alles: ein Herz aus schlabbrig-geschmolzenem Rolo. Eine weiche, fast kuchenartige Hülle. Schlankmachende Längsstreifen aus Vollmilchschokolade. Aber eine wesentliche Kleinigkeit fehlt ihnen: das passende Rezept. Ich erinnere mich noch daran, wie ich an einem Donnerstag im Frühling mit der Dose voll frischgebackener, duftender Kekse durch die Küche tanzte. Ich hatte den Jackpot geknackt, den Code entschlüsselt, den heiligen Keks-Gral gefunden! Ich schüttelte mir in Gedanken die Flosse und feierte die Entdeckung, indem ich nach und nach den kompletten Doseninhalt inhalierte.

Als ich aus einem mehrtägigen Zuckerkoma erwachte, waren nicht nur alle Kekse fort, sondern auch die dazugehörige Rezeptidee. Verzweifelt durchforstete ich die leeren Packungen im Mülleimer, in der Hoffnung, meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen zu können. War etwa Frischkäse im Keksteig? Austernsauce? Blasenpflaster? Ich hatte keine Ahnung! Übrigens ist es mir bis heute nicht gelungen, das Rezept zu rekonstruieren. Zurück bleiben Bilder aus einer Zeit, in der ich dem Glück ganz dicht auf den Fersen war.

14_08_13_DDer 2. Februar ist Groundhog Day. Die passende Gelegenheit, um eine Liebeserklärung an die gleichnamige Komödie aus dem Jahr 1993 niederzuschreiben. Ich mag diese Szene, in der Bill Murray sich quer durch die Speisekarte des Tip Top Cafés futtert, ganz besonders gerne. Wenn sich Meister Murray das Tortenstück in einem Rutsch ins Gesicht stopft, huscht mir auch zwanzig Jahre später noch ein ehrfürchtiger Schauer über den Rücken.

Übrigens: in den ersten Sekunden des Filmausschnitts sieht man rechts neben den Donuts etwas, das ein „Sticky Bun“ sein könnte. Ein süsses Hefegebäck, welches Pate für das traurige Gerödel auf dem Bild dort oben stand. Meine Version war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Nicht nur, dass ich mir das Aufrollen des Teigs gespart, und die Pecannüsse schlichtweg vergessen hatte – der klebrige Überzug aus Ahornsirup, Butter und Zucker verwandelte sich beim Backen in unappetitliche braune Klumpen. Und der Hefeteig? Trockener als fünfzig Jahre altes Knäckebrot. Darüber konnte auch der niedliche Papp- Murmler ohne Unterleib nicht hinwegtrösten. Da mussten schon härtere Geschütze ran. Zum Beispiel süßer Wermut mit Eis und einem Scheibchen Zitrone.

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Zum Schluss möchte ich euch meine grüne Phase präsentieren, aus der ich gottlob mittlerweile herausgewachsen bin. Grün wird oft mit dem Frühling in Verbindung gebracht und hat sich als typische Osterfarbe etabliert. Denkt man an Ostern, fällt einem unweigerlich Meister Lampe ein, der anmutig über den manikürten Zierrasen hoppelt, um hier und dort grässliche Knickebein-Eier zu verstecken. Woran man eher nicht denkt, sind Cupcakes mit atomarem Mützchen. Oder giftgrüne Rice Krispie Treats. Beides geschmackstechnisch einwandfrei – man darf beim Essen nur nicht zu genau hinsehen, sonst wird man blind.

Das Rezept für die Rice Krispie Treats habe ich sogar noch im Kopf. Ich gebe es euch gerne mit auf den Weg, aber ihr müsst euch beeilen, denn dieser Blogbeitrag wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören.

 

Toffee-Nutella Rice Krispie Treats
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Zutaten
  • 40g Butter
  • 100g Marshmallows
  • 100g Rice Krispies (Kellogg’s)
  • 3 El Nutella
  • Ca. 10 Toffee Bonbons (z.B. Sahne Muh Muhs), gekühlt
  • 200g Vollmilchschokolade
Zubereitung
  1. Eine Auflauf- oder Backform von ca. 15×15 cm einfetten und mit Backpapier auslegen. Die kalten Toffee Bonbons in je 4 bis 6 Stückchen schneiden. 20g Butter bei mittlerer Hitze in einem großen Topf schmelzen lassen. Die Marshmallows zugeben und mit einem eingefettetem Plastiklöffel oder Gummispatel so lange rühren, bis sie komplett geschmolzen sind. Zwei El Nutella einrühren, dann die Rice Krispies und Toffeestückchen unterheben, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben. Die Masse in die Form füllen und mit gut angefeuchteten Händen glatt drücken.

  2. Die Schokolade in Stücke brechen und mit der restlichen Butter bei geringer Wattzahl in der Mikrowelle schmelzen. Zwischendurch gut umrühren.Das restliche Nutella in die geschmolzene Schokolade rühren. Die Schokomasse auf die Rice Krispies geben und gut verstreichen. Rice Krispie Treats eine halbe Stunde im Kühlschrank aushärten lassen, mit dem Backpapier aus der Form heben und mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden.
Hinweis
Mutige Menschen nehmen statt des Schokoladenüberzugs grüne Candy Melts