Buttermilch-Panna cotta mit Lavendelhonig und Limettencurd

Buttermilk & Honey Panna Cotta With Lime Curd  @ yumlaut.de

Oh je. Ich sitze nun schon eine geschlagene halbe Stunde vor dem Laptop und glotze ein leeres Word-Dokument an. Für den heutigen Beitrag wollen mir nicht die rechten Worte einfallen. Mein Kopf ist so leer wie die ausgepresste Limette drüben auf dem Küchentisch. Und sobald ich versuche, der grauen Masse zwischen meinen Ohren eine Idee zu entlocken, motzt eine Stimme in meinem Kopf: „Biste bekloppt? Ich hab Sommerpause und liege am Pool! Denk Dir halt selbst etwas aus!“

Schon erniedrigend, vom eigenen Hirn einen solchen Arschtritt verpasst zu bekommen. Aber dem dämlichen Denkdings zahl ichs heim! Ich verrate ihm einfach nicht, wo ich die Fernbedienung hingelegt habe. Da wird es heute Abend ganz schön doof aus der Wäsche gucken, wenn es sich die x-te Wiederholung von „Monk“ reinziehen will.

Buttermilk & Honey Panna Cotta With Lime Curd   @ yumlaut.de

Wenigstens ist auf den guten Kumpel Internet Verlass. Frage ich ihn um Rat, weil ich gern einen Nachtisch hätte, der sich in dieser Affenhitze schnell und einfach vorbereiten lässt, werde ich von ihm zuverlässig mit leckeren Empfehlungen versorgt. Heute habe ich gleich bei zwei der vorgeschlagenenen Quellen gemopst. Das Grundrezept zur Buttermilch Panna cotta stammt von Eat Smarter. Meine Änderungen: Cremefine statt Sahne für einen letzten verzweifelten Bikinifigur-Rettungsversuch und feiner Lavendelhonig aus dem Alten Land als Süßungsmittel. Das leckere Lime Curd fand ich bei Ulrike von Küchenlatein. Beides zusammen ergibt ein erfrischendes Dessert für warme Sommerabende: nicht zu süß, nicht zu schwer, nicht zu toppen!

Buttermilk & Honey Panna Cotta With Lime Curd  @ yumlaut.de

Buttermilch-Panna cotta mit Lavendelhonig und Limettencurd
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Eine leichte, säuerliche Panna cotta als perfekter Abschluss für ein Sommeressen.
Zutaten
  • Panna cotta:
  • 250ml Cremefine zum Schlagen
  • 500ml Buttermilch
  • 60g Lavendel-Honig
  • 1 Beutelchen Gelatine
  • Limettencurd:
  • 140ml frischer Limettensaft
  • 1 Prise Salz
  • 2 große Eier
  • 180g Zucker
  • 100g weiche Butter
Zubereitung
  1. Die Gelatine nach Packung quellen lassen. Die Cremefine und Honig in einen Topf geben und kurz aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen und die Gelatine darin auflösen. Die Sahne lauwarm abkühlen lassen. Anschließend die Buttermilch mit einem Schneebesen einrühren. Die Masse auf vier Förmchen verteilen und im Kühlschrank drei bis vier Stunden erstarren lassen. Mit Limettencurd servieren.

  2. Limetten waschen, halbieren und auspressen. Den Saft, die Eier, Zucker und die Prise Salz in einem Topf mit einem Schneebesen verrühren. Die Butter in Flöckchen hinzugeben. Die Masse unter ständigem Rühren langsam erhitzen und zu einer dickflüssigen Konsistenz aufkochen. Das fertige Limettencurd in saubere, heiß ausgespülte Gläser gießen und diese verschließen. Limettencurd im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zehn Tagen verbrauchen.

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Ein Lannister begleicht stets seine Schuld. Ein Lannister isst außerdem jeden Tag seinen Teller leer, damit es gutes Wetter gibt. Alle, ausser Joffrey Baratheon-Schrägstrich-Lannister. Der kleine Rotzbengel schob in seinem Leben bestimmt schon den ein oder anderen Teller Pilzcremesuppe mit Schnecken von sich weg, nur um seinen Mitmenschen den Tag zu versauen.

Besagtes Schneckensüppchen und andere Speisen, welche die Bewohner der sieben Königreiche in den “Game of Thrones” Romanen zu sich nehmen, werden vom Schöpfer dieser fiktiven Welt, George R.R. Martin, in jedem seiner Werke überaus lebendig und detailliert beschrieben. Schon ab Band eins der Bestsellerreihe um den eisernen Thron lernt der Leser in aller Ausführlichkeit, womit sich ein Soldat der Mauer für den Tag stärkt und welche exotischen Getränke man an einem Sommertag jenseits des Meeres schlürft.
Vor einigen Jahren begannen zwei weibliche Fans der Bücher damit, Rezepte zu den Roman-Gerichten zu entwickeln. Die leckeren Ergebnisse hielten sie fest: zuerst noch auf ihrem Blog Inn at the Crossroads, und schließlich dann auf Papier. Das offizielle Game of Thrones Kochbuch war geboren.

Nach einem Vorwort und der überraschenden Beichte Martins, vom Kochen keinen Schimmer zu haben, steht als erstes ein Crash Kurs zur mittelalterlichen Küche an. Wir erfahren, welche Fleischsorten in den Küchen genutzt wurden (und was man in der modernen Zeit als Ersatz nehmen kann), streifen durch den Kräutergarten und lernen einige mittelalterliche Grundrezepte für Gebäckteige und Soßen kennen. Danach geht es auch schon auf die Reise durch die Küche Westeros‘. In sechs Kapiteln schlemmen sich die Autorinnen von der Mauer im Norden Richtung King’s Landing im Süden, segeln dann nach Essos und beenden ihren kulinarischen Trip am Tisch der Dothraki.
Jedes Gericht, das sie auf ihrer Reise auflesen, halten sie oft doppelt fest: einmal in der mittelalterlichen Variante, und einmal als moderne Version mit leicht veränderten Zutaten. Die meisten Rezepte sind bodenständig, nachvollziehbar und für Kochanfänger geeignet. Für experimentierfreudige Menschen verstecken sich einige exotische Mahlzeiten mit Klapperschlange und Heuschrecken zwischen den schwarz-goldenen Buchdeckeln. Auf den Rezeptseiten befindet sich neben einem Schnappschuss außerdem das zum Gericht passende Zitat aus den Büchern.

Für den ersten Versuch ließ ich die dornische Schlange mit feuriger Soße links liegen und knöpfte mir eine süße Nachspeise vor: gewürzte Honigplätzchen aus dem Süden Westeros‘. Auch hier konnte ich zwischen der mittelalterlichen und der modernen Variante wählen. Ich entschied mich für das Rezept aus dem vierzehnten Jahrhundert – ein ungesüßter, in der Pfanne gebratener Keksteig. Und das Ergebnis ist überraschend lecker: die warmen Plätzchen erinnern ein wenig an Pfannkuchen mit Zimt, und der Honig sorgt für die richtige Süße.

Honey Biscuits from "The Game of Thrones" Cookbook   +++keksunterwegs.de+++

Mittelalterliche Honigplätzchen
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
In der Pfanne gebackene Kekse mit Honig
Zutaten
  • 240g Mehl
  • 1Tl Salz
  • 5 El (ca. 50g) Butter
  • Kaltes Wasser
  • Olivenöl oder Butter zum Braten
  • 80g Honig
  • Zimt
Zubereitung
  1. Mehl mit Salz in eine Schüssel sieben. Die Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Die Zutaten zwischen den Fingern zu einer brotkrümelartigen Masse zerreiben. Schluckweise kaltes Wasser mit den Händen einarbeiten, bis ein flexibler, aber nicht zu klebriger Teig entsteht. Den Teig nun auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und ungefähr einen halben Zentimeter dick ausrollen. Mit einem Keksförmchen Kreise ausstechen. Etwas Butter in einer Pfanne zerlassen. Die Plätzchen auf mittlerer Hitze beidseitig je drei bis fünf Minuten braun und knusprig braten. In der Zwischenzeit den Honig (ganz neuzeitlich in der Mikrowelle) erhitzen. Die fertigen Plätzchen auf einen Teller legen, mit dem heißen Honig bepinseln, mit Zimt bestäuben und sofort servieren.

Game of Thrones Cookbook   +++keksunterwegs.de+++

Fazit: dieses Buch ist für Anhänger der Buchreihe unverzichtbar. Aber auch ohne einen Bezug zu den Werken George R. R. Martins sind Gerichte wie Aryas stibitzte Törtchen und Honigfinger aus Tyrosh appetitlich genug, dass man beim nächsten Gang in die Küche seine Schränke unwillkürlich nach den passenden Zutaten durchsucht.

GOT_CoverChelsea Monroe-Cassel & Sariann Lehrer
A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch

224 Seiten, 21 x 20 cm, Hardcover
Zauberfeder Verlag, August 2013
ISBN 978-3-938922-43-9
24,90 Euro

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Der Zauberfeder Verlag war so nett, mir ein weiteres, originalverpacktes Exemplar des Kochbuchs für eine Verlosung im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude am heutigen Welttag des Buches zur Verfügung zu stellen.

Das Gewinnspiel ist geschlossen, vielen Dank für eure rege Teilnahme! Der Gewinner steht fest und wurde von mir per Email angeschrieben.

*Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir die Bücher kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Die auf dieser Seite abgebildete Meinung ist jedoch meine eigene und wurde nicht zusammen mit den Büchern geliefert.