Kokoskekse & Blog-Awards

Double Coconut Sandwich Cookies   @ yumlaut.de

Ich finde Blog-Awards irgendwie-so-naja. Auf den ersten Blick ist die Nominierung des eigenen Blogs für solch eine Auszeichnung natürlich sehr schmeichelhaft, aber sobald man merkt, dass Blog-Awards häufig mit fragwürdigen Verpflichtungen einhergehen und man sie oft schwerer loswird als einen Bumerang, pfeffert man den Entwurf seiner Dankesrede frustriert in den nächsten Papierkorb.

Heute aber habe ich tatsächlich mal Lust, den Award-Fragenkatalog zu beantworten, der mir von Fräulein Glücklich in die Hand gedrückt wurde. Und noch viel schöner: ich nominiere hiermit einige Blogger, die ich sehr gerne und regelmäßig lese, es mir gleichzutun. Es sind nicht exakt elf Blogger, und es sind bei weitem nicht all meine Lieblingsblogger vertreten. Denn diese Liste wäre endlos! Liebe Anett, Edina, Katja, Andrea die Erste, Andrea die Zweite, Melli, Birgit und Rebecca – hiermit seid ihr ganz offiziell Anwärter für den Liebsten Award. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Fragen beantworten und weitere Blogger nominieren, aber wenn nich, dann halt nich.

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  • Wann und warum hast du dich entschlossen, Bloggerin zu werden? Ich backe schon immer recht gerne und entdeckte vor zwei Jahren zusätzlich die Fotografie für mich. Mir fiel auf, dass sich beide Hobbies recht gut miteinander verbinden lassen. Daraufhin entschied ich, wildfremden Menschen per Internet mit meiner neugewonnen Erkenntnis regelmäßig auf den Geist zu gehen. Das war die Geburtstunde dieses Blogs.
  • Würdest du dich heute wieder für ein eigenes Blog entscheiden (warum)? Auf jeden Fall. Ich finde es spannend, die Entwicklung des Blogs (und meine eigene durch das Blog) zu beobachten und freue mich täglich über die Kontakte zu anderen Bloggern und Lesern, die man im Laufe der Jahre knüpft.
  • Was würdest du an deinem Blog (nicht) ändern? Ganz ehrlich: mir ist der Name meines Blogs schon lange zu forciert witzig. Ich hätte gern einen neuen. Ich wüsste auch, wie dieser neue Name lauten würde. Aber ich bin skeptisch wegen der Konsequenzen, die eine „Neuerfindung“ nach sich zieht. Namenswechsel vollzogen! Und es tat auch gar nicht weh.
  • Woher beziehst Du die Inspirationen für Deinen Blog? Aus Zeitschriften und Büchern, dem Internet und dem wahren Leben. Vor mir steht zum Beispiel eine Tasse mit einem Motiv, das prima auf einem Keks aussehen würde.
  • Mit welcher Foto-Ausrüstung machst Du Deine Bilder? Mit der EOS 70D von Canon, einer 50mm Festbrennweite, einem Reflektor und manchmal auch mit Stativ und Fernauslöser.
  • Was ist das letzte Buch, das Du gelesen hast? A Prayer for Owen Meany. Ich mag John Irving furchtbar gern.
  • Welchen Film sollte man Deiner Meinung nach unbedingt gesehen haben? So ziemlich jeden Streifen, in dem Bill Murray mitspielt.
  • Wie wichtig ist für Dich kochen und backen – und wie lautet Dein Lieblingsrezept? Ohne kochen und backen wäre ich ein sehr unausgeglichener (und hungriger) Mensch. Ein ultimatives Lieblingsrezept habe ich nicht. Derzeit steht Kokos bei mir hoch im Kurs. Deshalb gibt es passend zum Fragenkatalog auch genau diese Kekse.
  • Welches war Dein gelungenstes DIY-Projekt? Ich habe neulich ein Reclam-Heft unter ein schiefes Billy-Regal geschoben. Seitdem steht das Regal wieder wie ne Eins.
  • Wenn Du in Deinem Leben nur noch dreimal verreisen dürftest – wohin würde die Reise gehen? Ich würde gern nach Skagen fahren. Sobald ich wieder daheim ankäme, müsste ich dann wohl direkt noch einmal los, weil ich garantiert irgendeine wichtige Habseligkeit in Skagen vergessen haben würde. Die dritte Reise ginge dann nach Maine. In Bangor würde ich erst die Statue von Paul Bunyan bewundern und mir anschließend die Nase an Stephen Kings Gartentor plattdrücken.
  • Wie lautet Dein Lebensmotto? Life is short. Buy the shoes.

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Kokoskekse
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Mürbes Kokosgebäck mit einer schokoladigen Kokoscreme als Füllung
Zutaten
  • Kekse:
  • 250g Margarine
  • 1 großes Ei
  • 140g Zucker
  • ¼ Tl Vanillesalz
  • 80g Kokosraspel
  • 360g Mehl
  • Füllung:
  • 200g Kokosschokolade
  • 80g Schlagsahne
  • 20ml Coco Biscuit (Fancy Feigling)
  • Ausserdem:
  • Backschablone, Pinsel, etwas Backkakao
Zubereitung
  1. Die Kokosraspel im Blender ganz fein mahlen. Margarine und Zucker mit dem Handmixer cremig schlagen. Erst das Ei unterrühren, dann die gemahlenen Kokosraspel unterrühren. Mehl und Salz dazusieben, kurz verrühren und dann mit den Händen glatt kneten. Ein Stück Frischhaltefolie ausbreiten, den Teig leicht plattgedrückt auf die Folie legen und mit einer weiteren Lage Frischhaltefolie bedecken. Den Teig mit einem Nudelholz ca. 5mm dick ausrollen und danach eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Kühlzeit die Teigplatte aus dem Kühlschrank nehmen. Die obere Lage Frischhaltefolie abziehen und mit einem runden Keksförmchen Kreise ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ein bis zwei Esslöffel Backkakao in eine kleine Schale geben. Die Schablone auf einen Keks legen. Etwas Kakao mit dem Pinsel aufnehmen und in die Aussparungen der Schablone pinseln. Überschüssigen Kakao vorsichtig beiseite pinseln (möglichst nicht pusten) und die Schablone abnehmen. Eine Hälfte der ungebackenen Kekse auf dieselbe Art schablonieren. Das Blech anschließend wieder eine halbe Stunde bis sechzig Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Die Kekse auf mittlerer Schiene ca. zwölf bis fünfzehn Minuten backen. Fertige Kekse auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

  2. Die Schokolade in Stücke brechen und in ein mikrowellengeeignetes Gefäß geben. Sahne hinzugießen. Auf kleiner Wattzahl in kurzen Intervallen erhitzen und immer wieder umrühren, bis sich Schokolade und Sahne komplett verbunden haben. Den Kokoslikör unterrühren. Die Ganache im Kühlschrank ein bis zwei Stunden abkühlen lassen. Danach in einen Spritzbeutel geben (oder einen Gefrierbeutel, von dem eine Ecke abgeschnitten wird) und je einen gemusterten und einen ungemusterten Keks mit etwas Kokoscreme zusammensetzen.
Hinweis
Statt einer Backschablone kann man auch Dekorierschablonen für Getränke nehmen oder sich am PC selbst eine Vorlage ausdenken, die dann ausgedruckt und ausgeschnitten wird.

 

 

Eiskalter Frühling

Guten Morgen, ihr Hasen! Habt ihr gestern auch einen Frühlingsbeginn bei unverschämt warmen Temperaturen verbracht? War es nicht schön draußen? Ich konnte es mir am Nachmittag nicht verkneifen, die Saison mit einem After Eight Eisbecher einzuläuten: 1 Kugel Pfefferminz, 2 Kugeln Schokolade, ein Berg Schlagsahne, ein murmelndes Bächlein reißender Strom an Pfefferminzsoße, plus eine gehörige Portion Gänsehaut und Zähneklappern, wie ich sie beim Genuss kalter Sachen immer bekomme; egal, ob gerade fünf oder fünfundzwanzig Grad Celsius vorherrschen. Da kennt mein Körper, die alte Wetter-Memme, kein Pardon.

Ich für meinen Teil bin durch das Herumgezittere erst einmal vom Eiskonsum kuriert und werde mich die nächste Zeit reuevoll an zimmerwarmem Gebäck und heißem Tee festhalten. Und die österlichen Cupcakes auf dem Bild da oben eignen sich hierfür besonders gut. Falls ihr wissen möchtet, wie genau ich sie gebacken habe, dürft ihr gerne in das „Torten Dekorieren“ Blog hinüberhoppeln und euch das Rezept abholen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

 

Die Sauklaue

Es ist schon tragisch, wenn man mitten im Supermarkt feststellen muss, dass man die selbstgeschriebene Einkaufsliste nicht entziffern kann. Statt eines entspannten Wochenendeinkaufs ist ploetzlich Raetselraten angesagt: fuehrt dieser Supermarkt ueberhaupt „Mognopue“ als Konserve? Was haben die zwei energischen Ausrufezeichen hinter „Spielmann“  zu bedeuten, und wird die Verkaeuferin den Sicherheitsdienst rufen, wenn man sie fragt, in welchem Gang die „Darmreisser“ zu finden sind? Um solch ein peinliches Szenario zu vermeiden, wird der Zettel verschaemt in die Hosentasche gestopft und der Einkauf nach Gefuehl erledigt. Man kennt schliesslich die eigenen Futtervorlieben und weiss ungefaehr, welche Esswaren am Ende der Woche langsam knapp werden. Also schichtet man Grundnahrungsmittel wie Brot, Eier und Schokolade in den Einkaufswagen und traegt seine Beute nach dem Bezahlen froehlich nach Hause.

Dort stellt man mit Blick in das volle Eierfach des Kuehlschranks betreten fest, dass man beim Einkaufen nach Gefuehl durchaus mal danebenliegen kann. Trotzdem laesst man sich nicht entmutigen, kocht stattdessen aus dem Ueberschuss frischer Huehnermurmeln einen leckeren Pudding, reicht diesen bei Lunas Blogevent „Getrennte Wege“ ein und behauptet hochnaesig, dass genau dies von Anfang an der Plan gewesen sei. Die Abkuehlzeit des Puddings nutzt man uebrigens am besten dafuer, um sich nochmal anzupluennen und im Supermarkt die fehlende Dose Mangopueree, eine neue Spielmaus fuer das dicke Katzentier und einen Damenrasierer zu besorgen.

Kokospudding
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Kokospudding mit Tonkabohne und Vollmilchganache
Zutaten
  • 1l Milch
  • 100g Creamed Coconut
  • 5 Eigelb
  • 150g Zucker
  • 1 Beutel Vanillezucker
  • 80g Speisestaerke
  • 1 Tonkabohne
  • 100ml Sahne
  • 200g Vollmilchschokolade
Zubereitung
  1. ml Milch mit der Tonkabohne ganz kurz aufkochen, vom Herd nehmen und 20 Minuten ziehen lassen. Die Tonkabohne entfernen, abwaschen und fuer den naechsten Gebrauch aufbewahren. Die Milch wieder auf den Herd stellen, Creamed Coconut , Vanillezucker und 75g Zucker hinzugeben und erhitzen. Nebenbei die anderen 500ml Milch mit dem Eigelb, den restlichen 75g Zucker und der Speisestaerke verruehren. Diese Mischung jetzt in den Topf geben und unter staendigem Ruehren fuer ca. 1 Minute zum Kochen bringen. Den angedickten Pudding auf 6 Dessertschalen verteilen und mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.
  2. Die Vollmilchschokolade in Stuecke brechen und in eine Schuessel legen. Die Sahne in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und ueber die Schokolade giessen. 2-3 Minuten stehen lassen und dann mit einem Loeffel so lange verruehren, bis sich Schokolade und Sahne komplett miteinander verbunden haben. Die Frischhaltefolie von den Puddingglaesern entfernen und die Ganache auf die einzelnen Portionen verteilen. Pudding im Kuehlschrank 3-4 Stunden durchkuehlen lassen. Vor dem Servieren eventuell mit Schlagsahne garnieren.