Werbung: Städter Osterverlosung

Hier kommt eine Beichte: ich gehöre zu der Sorte Mensch, die beim Anblick kleiner, niedlicher Dinge feuchte Augen bekommt und verzückt herumgluckst. Auch wenn ich mir selbst damit auf den Sack gehe – ich kann rein gar nichts gegen diesen Reflex tun. Genauso gut könnte ich mir das Atmen verbieten. Das Orangenbäumchen meiner Freundin, von dem sie die winzigsten Zitrusfrüchte erntet, die ich jemals gesehen habe? Ohgottohgott, was knuffig! Mini-Zimtröllchen, die gerade so auf ein Löffelchen passen? So unglaublich süß, dass ich drei neue Vokale erfinden muss, um meiner Begeisterung gebührend Ausdruck zu verleihen. Bilder von vier Wochen alten Miezekätzchen? Die selig dösen?? In einer englischen Teetasse??? Wählt schon mal den Notruf; in wenigen Sekunden werde ich lauthals an einer Überdosis Putzigkeit zugrunde gehen.

Die Szene, die sich letzten Samstag im hiesigen Haushaltswaren-Laden abspielte, als ich einen Osterhasen-Ausstecher entdeckte, der kaum größer als ein zwei Cent Stück war, könnt ihr euch also bildlich vorstellen. Es war nicht schön. Für niemanden. Tränen der Ekstase flossen. Fensterscheiben zersprangen. Entsetzte Verkäufer kritzelten fristlose Kündigungen. Trauben verstörter Kunden stürmten die Notausgänge.

All das war mir völlig Wumpe. Ich war längst auf dem Weg nach Hause; im Hals geschundene Stimmbänder, und in der Tasche den winzigsten, knuddelwuddeligsten Hasen-Keksausstecher, den ich je gesehen hatte. Und ich wusste schon genau, dass ich ihn als Dekorations-Werkzeug für eine Fuhre frischgebackener Macarons einsetzen würde. Zwar produzierte ich in der Aufregung doppelt so viel Füllung, wie ich für meine 40 Hälften brauchte, aber die Reste ließen sich glücklicherweise einfrieren. Das Grundrezept für die Macaronschalen fand ich übrigens bei der Tortentante – die es ihrerseits bei Tartelette entdeckte –  und übernahm es mit leichten Veränderungen in mein Backbuch. Mit diesem Rezept gelingen mir Macarons endlich jedes Mal.

Nachtrag: da der link zum Hersteller im unteren Absatz ein wenig verloren geht, schreibe ich es hier noch einmal hin – das Mini-Häschen wird von der österreichischen Firma Krifka hergestellt. Online bekommt man den Ausstecher zum Beispiel hier. Eine gute Alternative ist der sechsteilige Springtime Linzer Cookie Cutter von R&M. Ich selbst habe das Teatime Set aus derselben Reihe und bin mit dem Produkt sehr zufrieden.

Für einen für euch kommt der Osterhase dieses Jahr ein wenig früher, denn ich kann ein großes Paket aus dem Sortiment der Firma Städter verlosen, dessen Inhalt euch die Herstellung eigener Macarons (und Whoopie Pies) erleichtern soll. In dem Paket sind folgende Dinge enthalten:

Ein Macaron Starterset mit Backmischung, Speisefarben und Spritzbeutel, eine Backmischung für Whoopie Pies, ein Paket Sahnefest in der Geschmacksrichtung Himbeere und ein Antihaft Backblech für Macarons und Whoopies. Von mir gibt es außerdem einen knuffigen kleinen Micro-Häschen Keksausstecher obendruff, damit ihr nächstes Jahr auch so zuckersüße Oster-Macarons backen könnt.

Das Gewinnspiel ist geschlossen, vielen Dank für eure rege Teilnahme! Der Gewinner wurde ermittelt und benachrichtigt.

*Städter hat mir die Artikel für die Verlosung kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Blogbeitrag beruht auf meinem persönlichen Eindruck und wurde nicht von Städter beeinflusst.

Macarons mit Eierlikör-Tonka Ganache
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Österliche Macarons mit einer Füllung aus Eierlikör-Tonka Ganache
Zutaten
  • Ganache:
  • 200g weiße Kuvertüre
  • 100ml Eierlikör
  • 50ml Sahne
  • 1 Tonkabohne
  • 50g gestückelte, weiche Butter
  • Macarons:
  • 60g Eiweiß
  • 20g Zucker
  • 75g gemahlene, blanchierte Mandeln
  • 130g Puderzucker
  • Gelbe Pastenfarbe
  • Dekoration:
  • Eine kleine Menge weißen Fondant
  • ½ Rippe weiße Schokolade
Zubereitung
  1. Die Kuvertüre klein hacken und im Wasserbad schmelzen. Eierlikör, Sahne und die Tonkabohne in einem kleinen Topf unter rühren aufkochen. Nach einer Minute vom Herd ziehen und erst die Butter, dann die geschmolzene Kuvertüre mit einem Schneebesen glatt einrühren. Den Topf eine Viertelstunde stehen lassen. Danach die Tonkabohne mit einem Löffel aus der Ganache entfernen und den Topf mindestens drei Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen. Die Tonkabohne abspülen und abtrocknen. Sie hat noch genug Aroma für weitere Verwendungen.

  2. Ein Backblech herrichten, auf dem entweder eine Macaronmatte, eine Backform für Macarons oder ein Stück Backpapier mit darunter geschobenem Macaron-Template liegt. Einen Spritzbeutel mit einer großen Lochtülle ausstaffieren.
  3. Die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker zusammen im Blender mahlen und durch ein feines Küchensieb geben. Eiweiß mit dem Handmixer schaumig rühren; dann den Zucker einrieseln lassen und Eiweiß komplett steifschlagen. Mit einem Zahnstocher etwas gelbe Pastenfarbe zum Eiweiß geben und unterrühren. Die Mandelmischung vorsichtig mit einem Teigschaber unter das Eiweiß ziehen, bis der Teig dickflüssig vom Schaber fließt. Den Teig in den Spritzbeutel füllen und gleichmäßig große Kreise auf das Backblech spritzen. Das Blech einige Male kurz auf die Tischplatte schlagen, damit eventuelle Luftblasen im Teig an die Oberfläche kommen. Die Macarons nun eine halbe Stunde ruhen lassen, damit sie eine Haut bilden. Zwischendurch den Backofen auf 140° Ober/Unterhitze vorheizen, die Macarons auf unterster Schiene ca. 15 Minuten backen und dann das Backpapier mit den Macarons vom Blech auf eine kalte Tischplatte ziehen. Die Schalen komplett abkühlen lassen, bevor sie vom Papier gelöst werden. Die fertigen Macaronschalen in einer Keksdose luftdicht aufbewahren.

  4. Die Ganache aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen. Mit dem Handmixer kurz hell und luftig aufschlagen und danach in einen Spritzbeutel mit einer kleinen geschlossenern Sterntülle füllen. Je zwei Macaronschalen mit einem Tupfer Ganache zusammensetzen. Den Fondant weich kneten, dünn ausrollen und kleine Hasen ausstechen. Die Fondant-Häschen eine Viertelstunde trocknen lassen. Danach die weiße Schokolade in der Mikrowelle vorsichtig schmelzen. Die flüssige Schokolade mit einem dünnen Pinsel aufnehmen und einen kleinen Tropfen mittig auf die Macarons setzen. Darauf ein Fondanthäschen legen und vorsichtig andrücken (alternativ kann man etwas von der übriggebliebenen Ganache auf die Macarons spritzen und die Häschen einfach in die Ganache-Tupfen stellen). Die fertigen Macarons nun 24 Stunden offen an einem kühlen Ort durchziehen lassen, bevor sie gegessen werden. Reste der Ganache friere ich ein.

Eiskalter Frühling

Guten Morgen, ihr Hasen! Habt ihr gestern auch einen Frühlingsbeginn bei unverschämt warmen Temperaturen verbracht? War es nicht schön draußen? Ich konnte es mir am Nachmittag nicht verkneifen, die Saison mit einem After Eight Eisbecher einzuläuten: 1 Kugel Pfefferminz, 2 Kugeln Schokolade, ein Berg Schlagsahne, ein murmelndes Bächlein reißender Strom an Pfefferminzsoße, plus eine gehörige Portion Gänsehaut und Zähneklappern, wie ich sie beim Genuss kalter Sachen immer bekomme; egal, ob gerade fünf oder fünfundzwanzig Grad Celsius vorherrschen. Da kennt mein Körper, die alte Wetter-Memme, kein Pardon.

Ich für meinen Teil bin durch das Herumgezittere erst einmal vom Eiskonsum kuriert und werde mich die nächste Zeit reuevoll an zimmerwarmem Gebäck und heißem Tee festhalten. Und die österlichen Cupcakes auf dem Bild da oben eignen sich hierfür besonders gut. Falls ihr wissen möchtet, wie genau ich sie gebacken habe, dürft ihr gerne in das „Torten Dekorieren“ Blog hinüberhoppeln und euch das Rezept abholen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!