Caramel Appletini – Karamellapfel im Glas

The boozy version of your favorite fall treat

Einer der Gründe, weshalb mir der alte Blog-Name nicht mehr schmeckte, war das Gefühl von eingeschränkt-sein. Es fiel mir unglaublich schwer, die Flügel auszubreiten, weil im Hinterkopf immer der Gedanke herumspukte, dass ich dem Keks als Namen in so vielen Beiträgen wie möglich gerecht werden muss. Eine unnötige Bremse, die ich mir selbstauferlegt hatte. Es war, als säße ein kleiner Blog-Polizist auf meiner Schulter, der mit Trillerpfeife im Anschlag mitbestimmte, welche Inhalte auf dem Blog landen durften.

The boozy version of your favorite fall treat

Mit dem neuen Namen fühle ich mich seltsamerweise wie befreit. Ich schaue interessiert über meinen Tellerrand und entwickle völlig neue Ideen. Plötzlich bekomme ich Lust, einen Beitrag über das Krabbenpulen zu verfassen und von rechteckigen Wassermelonen oder frittierten Schokoladenriegeln zu berichten. Und ich möchte mit euch noch weiteres, hochprozentiges Neuland betreten.

The boozy version of your favorite fall treat

Habe ich in all den Jahren, die wir uns virtuell kennen, eigentlich erwähnt, dass ich gern mal einen Lütten schnassel? Nein? Also, das ist wirklich so. Ich trinke nicht regelmäßig und nicht viel, aber wenn, dann häufig in Form eines Cocktails. Besonders lieb sind mir saisonale Versionen, oder Getränke, die “festen” Leckereien nachempfunden wurden. Wie dieser Caramel Appletini hier, der quasi die steife Version eines Karamellapfels vom Jahrmarkt darstellt. Außerdem ist er mein neuer Unabhängigkeits-Cocktail, mit dem ich heute gern anstoßen möchte: nicht nur auf neugewonnene Blog-Freiheiten, sondern auch auf euch nette Mitleser, ohne die dieses Blog nicht halb so viel, ach wat, nicht mal ein Viertel so viel Spaß machen würde. Prost!

The boozy version of your favorite fall treat

Caramel Appletini
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Der Karamellapfel im Glas - ein sahniger, nicht ganz ungefährlicher Cocktail
Autor:
Serves: 1
Zutaten
  • 60ml Dooleys Toffeelikör
  • 30ml Berenzen Apfel
  • 15ml Wodka
  • 30ml Sahne
  • Garnitur:
  • In Scheiben geschnittener Apfel
  • Karamellsoße (z.B. Eisfix)
Zubereitung
  1. Etwas Karamellsoße ringförmig auf einen Frühstückteller gießen. Den Rand eines gekühlten Martiniglases in die Soße drücken, abtropfen und vorsichtig umdrehen. Den Apfel in Scheiben schneiden; dann mit einem beliebigen Keksausstecher kleine Förmchen ausstechen. Ein paar Eiswürfel in einen Cocktailshaker geben. Wodka, Apfelschnaps, Toffeelikör und Sahne dazugeben, kräftig schütteln und in das Martiniglas abseihen. Vor dem Servieren das ausgestochene Apfelscheibchen auf den Cocktail legen.

 

Traumatischer Apfel-Gewürzkuchen

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Erinnert ihr euch noch daran, wie ich vorigen Herbst beim Besuch eines Obsthofs mit Rentnern, Bienen und Holzbrettchen in Apfelform konfrontiert wurde? Das war ein Spaß! Diesen Herbst überlasse ich die Apfelernte jedoch anderen Menschen. Ich bin immer noch etwas verstört vom letzten Zwetschgen-Trip zu genau diesem Obsthof.

An einem sonnigen Tag im August fuhren wir gerade rechtzeitig vor, um mitzuerleben, wie die Netze von den Kirschbäumen genommen wurden und riesige Vogelschwärme über das Areal zogen, um sich die Reste von den Zweigen zu picken. Massen an Flattermännern, die als dunkle Wolken zwischen hunderten von Kirschbäumen herumwirbelten und dabei ein Konzert veranstalteten, dass man sein eigenes Wort nicht verstand. So etwas Schönes hatte ich noch nie zuvor erlebt.
Fasziniert kniete ich mich nieder und hielt die Kamera auf eine besonders große Ansammlung Vögel, die wie ein schwarzer Teppich auf dem Boden saß und sich auf heruntergefallene Kirschen stürzte. Mein Mann stellte sich neben mich, um die wahrgewordene Hitchcock-Szene mit dem iphone zu filmen. Durch den Sucher der Kamera sah ich jenseits der Vogelmassen ein Ehepaar mit einem Kleinkind stehen, die das Spektakel genauso hingerissen beobachteten wie wir.

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Plötzlich kam Bewegung in die Gruppe, als Junior mit ausgestreckten Armen losrannte – wahrscheinlich, um einen Vogel zu streicheln – und den Schwarm in seiner Begeisterung aufscheuchte. Die Vögel schossen in die Höhe, flatterten aufgeregt über uns hinweg … und kackten mir dabei ganz gewaltig auf die Birne. Mehrmals. Innerhalb von Sekundenbruchteilen hatte ich weißeres Haar als der Weihnachtsmann. Die Magie des Augenblicks war mit einem Schlag dahin.

Nach einer halben Stunde im Waschcontainer des Obsthofs, wo ich den zwecklosen Versuch unternahm, meine Frisur zu retten, fuhren wir nach Hause. Ohne die Zwetschgen, wegen der wir eigentlich gekommen waren, aber immerhin um ein Vogel-Trauma reicher. Seit jenem Tag ist mir alles mit Flügeln dran nicht geheuer. Ich esse mittlerweile kein Hühnchen mehr. Oder setze mich in ein Flugzeug.

Nun kennt ihr den Grund, weshalb die Äpfel, die für Apfelmus und Füllung dieses Kuchens herhalten mussten, schnöde Supermarkt-Ware sind, und nicht vom Obsthof kommen. Vögel lieben nämlich Äpfel.

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Apropos Apfelmus: das Mus ersetzt in diesem Fall die Butter im Teig. Trotz des fehlenden Fetts wird der Kuchen sehr saftig und schmeckt auch am zweiten Tag lecker. Für Biss sorgen nicht nur Nüsse und Apfelstückchen, sondern auch zwei Schichten brauner Zucker, die sich einmal in der Mitte und einmal auf der Kruste des Kuchens befinden. Falls ihr wie ich noch etwas Karamellaufstrich von einem früheren Backwerk übrig haben solltet, dann gebe ich euch den Rat – ach wat, den Befehl! – drei Esslöffel davon kurz in die Mikrowelle zu stecken und die nun warme, flüssige Soße über den Kuchen zu gießen. Die Geschmacksknospen werden es euch danken.

Diesen Beitrag schnappe ich mir und klemme ihn gaaaanz hinten an die unglaublich lange Sammlung Apfelrezepte von Claras September-Runde #ichbacksmir. Habt ein schönes Wochenende!

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Apfel-Gewürzkuchen
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Ein herbstlich duftender Apfelkuchen ohne Fett
Autor:
Zutaten
  • 60g brauner Zucker
  • 60g heller Zucker
  • 120g ungesüßtes Apfelmus
  • 2 Eier
  • 1 gestrichener Tl Pumpkin Spice Gewürz
  • 250g Mehl
  • ½ Tütchen Backpulver
  • ½ Tl Vanillesalz
  • 120ml Buttermilch
  • 50g gehackte Walnüsse
  • Belag
  • 1 Apfel
  • 50g brauner Zucker
Zubereitung
  1. Backofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser fetten und mit Mehl ausschwenken. Beide Zuckersorten, das Apfelmus und das Gewürz in der Küchenmaschine verrühren. Die Eier nacheinander untermixen. Das Mehl mit Salz und Backpulver mischen und in feuchten Zutaten rühren. Danach die Nüsse kurz einmixen. Abschließend die Buttermilch unter stetigem Rühren zum Teig geben, der nun eine relativ flüssige Konsistenz bekommen sollte.
  2. Den Apfel schälen und grob würfeln. Eine Hälfte des Teigs in die Form gießen. Die Hälfte der Apfelwürfel auf dem Teig verteilen und mit der Hälfte des Zuckers bestreuen. Den Rest Teig obenauf gießen, die restlichen Apfelstückchen darauf verteilen und mit dem Rest Zucker bestreuen.
  3. Den Kuchen auf mittlerer Schiene ca. 60 Minuten backen. Eventuell nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken. Den Kuchen zehn Minuten auf ein Kuchengitter stellen, dann aus der Form lösen und auf dem Gitter komplett auskühlen lassen. Den fertigen Kuchen nach Bedarf mit Karamellsoße servieren.

 

 

Caramel Apple Cookies mit dem Sweet Pony

Caramel Apple Cookies from http://yumlaut.de #apple #caramel #cookies

Als ich beim Zusammenstellen der Gewinner-Päckchen nach einem ausgefallenen Keksausstecher Ausschau hielt und über den *Sweet Pony Rocking cookie cutter stolperte, wusste ich, dass meine Suche ein Ende hat. Die Alltags-Gimmicks von OTOTO Design haben sich nämlich schon des Öfteren in mein Leben geschlichen: zum Bespiel in Form des ulkigen Tea Infusers, den ich zum Geburtstag geschenkt bekam, oder als Maßband in Schneckenform, das nun schon einige Jahre an meinem Schlüsselbund hängt. Mir gefallen die originellen und griffigen Entwürfe aus Tel Aviv sehr, und deshalb war die Freude groß, als mir *design3000 eine ganze Herde weißer Mini-Hottehüs zuschickte, mit denen ich in der Küche verschwand, um Kekse zu backen.

Caramel Apple Cookies from http://yumlaut.de #apple #caramel #cookies

Auf der Packung des „Sweet Pony“ Keksausstechers ist ein englisches Rezept für Gingerbread biscuits in Cups und Gramm-Angaben aufgedruckt. Ich bastelte es etwas um, indem ich die Gewürze wegließ und selbstgemachten Bratapfel-Zucker aus dem Vorjahr nahm. Der Keksteig ließ sich gut mit dem Pony bearbeiten; der Plastik-Ausstecher lag angenehm in der Hand, und durch die Vor- und Rückwärtsbewegungen kam tatsächlich Schaukelpferd-Feeling auf. Da auf der Packung kein Hinweis zur Reinigung vorhanden war, ging ich auf Nummer sicher und wusch das Hottehü per Hand mit warmen Spülwasser ab.

Die ausgestochenen Kekse wurden kurz gekühlt, damit sie im Ofen ihre Konturen behielten. Anschließend roch es beim Backen in der ganzen Küche furchtbar lecker nach Gewürzen und Apfel. Die abgekühlten Kekse setzte ich mit einem großzügigen Klecks Karamellcreme zusammen, bevor ich mich mit einer Handvoll der leckeren Schlingel in das Wohnzimmer verzog, um den Rest des Herbsttages faul auf der Couch herzumzulümmeln.

Übrigens – mittlerweile gibt es den Keksausstecher auch in weihnachtlicher Form. Isser nicht niedlich?

Caramel Apple Cookies from http://yumlaut.de #apple #caramel #cookies

Falls ihr es noch nicht gesehen habt: drei der „Sweet Pony“ Keksausstecher können in den nächsten Wochen beim Shortbread Blog-Event gewonnen werden. Was es damit auf sich hat, lest ihr an dieser Stelle nach. Ich freue mich auf viele Einsendungen!

*Vielen Dank an design3000 für die kostenlose Bereitstellung der im Blogbeitrag erwähnten Artikel! Meine persönliche Meinung bleibt davon unberührt.

Caramel Apple Cookies from http://yumlaut.de #apple #caramel #cookies

 

Caramel Apple Cookies
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Leckere Doppelkekse mit Bratapfel-Zucker und Karamell
Zutaten
  • Bratapfel-Zucker
  • 250g Zucker
  • Die Schale von drei großen Äpfeln
  • Die Schale von ½ Orange
  • Die Schale von ½ Zitrone
  • ½ Tl Zimt
  • ¼ Tl Nelke
  • ¼ Tl Sternanis, gemahlen
  • ¼ Tl Kardamom
  • 1 Vanilleschote (das Mark davon)
  • Kekse
  • 350g Mehl
  • 125g kalte Butter, gestückelt
  • 1 Ei
  • 1 El Honig
  • 100g Bratapfel-Zucker
  • ½ Glas Karamell-Brotaufstrich (z.B. Bonne Maman)
Zubereitung
  1. Zucker: Backofen auf 50° Ober/Unterhitze vorheizen. Das Obst schälen. Die Schalen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und auf mittlerer Schiene zwei bis drei Stunden trocknen lassen. Ab und an die Tür öffnen, damit Feuchtigkeit abziehen kann. Die Schalen sind fertig, wenn sie sich mit einem hörbaren Knacken durchbrechen lassen. Die fertigen Schalen im Mörser zerkleinern. Mit den Gewürzen und dem Zucker mischen.

  2. Kekse: Alle Zutaten von der Küchenmaschine zu einem Ball durchkneten lassen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie auf einen halben Zentimeter Dicke ausrollen. Die Teigplatte ganz leicht mit Mehl bestäuben und mit dem Förmchen Kekse ausstechen. Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Das Blech entweder eine Stunde in den Kühlschrank, oder eine Viertelstunde in ein Tiefkühlfach stellen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen. Die Kekse auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten backen. Anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Je zwei Kekse mit einem Klecks Karamellcreme zusammensetzen.