Candy Cane Martini

A winterfresh cocktail in typical holiday colors

Juchei, die Adventszeit ist da! Aber was schreie ich so herum – dass der Dezember an die Tür klopft, ist euch sicherlich nicht entgangen. Die Erinnerung habe ich eigentlich auch mehr an mich selbst gerichtet, denn ich bin weihnachtstechnisch fast gar nicht gerüstet. Ich habe bisher keine Kekse gebacken, die Herrnhuter Sterne vom Dachboden gekramt oder auch nur ein einziges Weihnachtsgeschenk besorgt. Die kleine Tanne auf dem Bild ist nur eine Leihgabe; und wie mir vor wenigen Minuten durch ein Bild auf Instagram bewusst wurde, muss ich mir in den nächsten achtundvierzig Stunden darüber klar werden, wie unser Adventskranz aussehen soll, damit ich mich noch flott mit Kerzen und Dekozeug eindecken kann. Sonst kann es passieren, dass ich in der Nacht zum Sonntag mit Taschenlampe bewaffnet im Park hinter unserem Haus herumstolpere und verzweifelt Tannenzapfen und Moos in meine Jackentaschen stopfe.

A winterfresh cocktail in typical holiday colors

Einen Punkt auf der persönlichen To Do-Liste kann ich allerdings durchstreichen: den weihnachtlichen Absacker. Unsere Hausbar ist mittlerweile so gut sortiert, dass es nicht schwer fällt, auf die Schnelle eine saisonale Kleinigkeit zu zaubern. Der zweifarbige Candy Cane Martini (erst geschüttelt, dann gerührt) ist so minzig und lecker, dass sogar der Weihnachtsmann seinen Schlitten daheim stehen lassen würde, um sich nach Feierabend ohne schlechtes Gewissen mal so richtig einen hinter die rote Mütze zu kippen. Oh, Du feuchtfröhliche Weihnachtszeit!

A winterfresh cocktail in typical holiday colors

Candy Cane Martini
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Ein winterfrischer Cocktail in weihnachtlichen Farben
Autor:
Serves: 1
Zutaten
  • 40ml Vanille Vodka
  • 50ml Creme de Cacao, weiß
  • 20ml Pfefferminzschnaps, grün
  • 15ml Grenadine
  • 1 Pfefferminzstange
Zubereitung
  1. Ein paar Eiswürfel in einen Cocktailshaker geben. Vodka, Creme de Cacao und Pfefferminzschnaps dazugeben, kräftig schütteln und in ein gekühltes Martiniglas abseihen. Den Grenadinesirup langam über den Rücken eines Teelöffels in das Glas gießen. Eine Pfefferminzstange zum Umrühren in das Glas legen.

 

Sowas von die Nase voll!

Hach, dieses Jahr war Weihnachten richtig, richtig nett! Zwar gab es wieder keinen Schnee, aber dafür war das Essen reichhaltig und lecker, und über zu wenig Geschenke von den liebsten Menschen der Welt kann ich mich auch nicht beklagen.

Sogar der dicke Mann mit dem weißen Bart hatte ein großes Paket für mich vorbeigebracht. Diese Geste fand ich so aufmerksam, dass ich das leichte Kratzen im Hals ignorierte, welches mich beim auspacken des bunten Geschenks überkam. Lage um Lage kämpfte ich mich durch raschelndes Papier – dass mir dabei der Schweiß auf der Stirn stand, schob ich auf die Kaminfeuer-DVD in der Glotze. Nach einer Weile hatte ich es unter starkem Husten endlich geschafft, Geschenkpapier, Ringelbänder und Schleifchen restlos zu entfernen. Neugierig und mit tropfender Nase hob ich den Deckel des Kartons, um zu sehen, was sich darunter verbarg. Es war ein kleines Kärtchen, auf dem stand “Frohe Weihnachten und viel Spaß mit Deiner Erkältung. Vielleicht ist es Dir eine Lehre und Du erzählst im nächsten Jahr nicht wieder jedem Kind, dass es mich gar nicht gibt. Gruß, S. Claus.“ Was für ein fieser alter Sack!

Und das ist der Grund, weshalb ich erst heute zeige, welche selbstgemachten Naschereien auf unseren bunten Tellern lagen. Neben den unvermeidlichen Nougattalern suchte ich mir Sorten aus, mit denen ich die zweite meiner neuen Gebäckformen für Springerle aus dem Änis Paradies ausprobieren konnte. Insgesamt lässt sich sagen, dass auf den bunten Tellern gekauftes und selbstgemachtes Marzipanzeugs eindeutig die Nase vorn hatte, so wie ich es am liebsten mag.
Apropos „Nase“ – in meinem Riechkolben (und auch in den Nebenhöhlen) ist leider immer noch geschlossene Gesellschaft angesagt, weshalb ich mich an dieser Stelle auch schon wieder zurückziehen werde, um weiter vor mich hinzuleiden. Ich wünsche euch bereits jetzt einen unübertrefflichen Übergang in ein schönes und gesundes Jahr 2014! Wir sehen uns wieder, mit Konfettiresten im Haar und Weihnachtspfunden auf den Hüften. Versprochen!

Frankfurter Brenten
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Feines gebackenes Marzipan mit zarter Kruste und weichem Kern
Zutaten
  • 400g Marzipan-Rohmasse
  • Ca. 100g Puderzucker + etwas mehr zum Ausrollen & Bestäuben der Springerleform
  • 1 Tl Orangenblütenwasser
  • 1Tl Zitronenabrieb
Zubereitung
  1. Das Marzipan mit dem Puderzucker, dem Orangenblütenwasser und Zitronenabrieb kneten. Auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen. Die Springerlemodel ebenfalls mit Puderzucker bestäuben und in das Marzipan drücken. Die Model vorsichtig vom Marzipan ziehen, das Abbild mit einem Messer (oder einem passenden Ausstecher) aus dem Marzipan schneiden und auf Backpapier legen. Eventuellen Überschuss an Puderzucker mit einem weichen Pinsel entfernen. Die Frankfurter Brenten nun mindestens über Nacht (bei mir: 24 Stunden) antrocknen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen, das Gebäck im oberen Drittel 5-7 Minuten leicht anbräunen und anschließend aus dem Ofen ziehen. Die fertigen Brenten komplett auf dem Backblech auskühlen lassen.

Orangen "Springerle"
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Orangengebäck mit weihnachtlichen Auflegern aus Modellierschokolade
Zutaten
  • 1 Portion gekühlter Keksteig
  • 200g Vollmilchschokolade
  • ½ Tl Lebkuchengewürz
  • Ca. 90g Heller Sirup (z.B. Grafschafter)
  • Schwach entölter Kakao zum Ausstäuben der Springerleform
Zubereitung
  1. Die Schokolade schmelzen. Das Lebkuchengewürz einrühren. Den abgemessenen Sirup nach und nach zur flüssigen Schokolade geben und dabei stetig umrühren, bis sich Schokolade und Sirup zu einer teigähnlichen Konsistenz verbunden haben. Den „Teigklumpen“ in einen Gefrierbeutel geben und von außen kneten, bis ein fester Ball entstanden ist. Diesen danach innerhalb des Gefrierbeutels glattstreichen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

  2. Die Modelliermasse am nächsten Tag eine Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Danach portionsweise weich kneten. Die Springerleform mit dem Kakao bestäuben, einen Ball Modellierschokolade hineinpressen und mithilfe eines Rollstabs glatt andrücken. Die Schokolade abziehen, den Abdruck mit einem Keksausstecher ausschneiden und auf Backpapier legen. Überschüssiges Kakaopulver mit einem weichen Pinsel entfernen.

  3. Den Keksteig nach Anweisung ausrollen, ausstechen (mit demselben Ausstecher, der schon für die Schokolade benutzt wurde) und backen. Die Schokoladenaufleger auf den noch warmen Keksen platzieren und vorsichtig andrücken. Durch die Hitze schmilzt die Schokolade etwas und verbindet sich so mit der Keks-Oberfläche. Die fertigen Kekse komplett auskühlen lassen.

Toffee-Karamell Marzipankartoffeln
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Der Klassiker auf dem bunten Teller in der Karamell-Version
Zutaten
  • 400g Marzipan-Rohmasse
  • Ca. 60-70g Puderzucker
  • Toffee Flavor (z.B. English Toffee, LorAnn)
  • 30g Karamellkakao (z.B. The Fudge, Becks Cocoa)
  • 30g schwach entölter Kakao
Zubereitung
  1. Beide Kakaosorten in einem tiefen Teller mischen. Marzipan-Rohmasse mit Puderzucker kneten und nach Belieben Toffee Flavor hinzufügen. Marzipan zu Kugeln formen. Diese auf den Teller mit dem Kakao geben und solange vorsichtig schütteln, bis alle Kugeln komplett mit Kakao bedeckt sind.
Hinweis
Anstelle des Karamellkakaos harte Karamellbonbons (z.B. Werther’s Original) im Universalzerkleinerer mahlen und zum Kakao geben.

Vielleicht mögt ihr noch einen kleinen Abstecher Richtung „Genusskochen“ wagen, wo sich diverse Damen derzeit mit Gastbeiträgen austoben, während die Blog-Besitzerin Doris ihren Urlaub in New York verbringt. Mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr zu meinem Gastauftritt vom zweiten Weihnachtstag.

Erdnussbutter & Vanilla Chai Küchlein

Werbung: Küchenpost-Nachlese

Ein PAMK-Paket zusammenzustellen ist nicht so einfach, wie manch einer vielleicht denken mag. Erst sitzt man tagelang regungslos auf dem Sofa und wartet auf den feuchten Kuss der Küchen-Muse. Danach schleicht man durch Reihen geplünderter Supermarktregale; immer auf der Hut, sich nicht von all den Vorweihnachts-Wahnsinnigen um einen herum anstecken zu lassen. Man tüftelt an Verpackungsplänen, wühlt in den Karton-Vorräten auf dem dusteren Dachboden herum und tritt dabei in ein frisches Marder-Häufchen. Man schneidet, rührt und backt, und als endlich alle Paketinhalte fix und fertig vor einem liegen, begeht man den größten aller Patzer: man möchte probieren. Nur mal gucken, ob alles gelungen ist. Immerhin stand man stundenlang in der Küche. Da wird ein lächerlicher Keks doch wohl drin sein. Oder nicht. Oder doch.
Das traurige Ende des Liedes ist, dass man einige Zeit später verdutzt in eine leere Keksdose stiert, mit hängendem Kopf in die Küche zurückschlurft und erneut den Ofen anwirft. Nun ja. Gibt Schlimmeres.

Welche Kekse schlussendlich in Annis Paket landeten, wisst ihr ja bereits, aber das Vorgängermodell wollte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Gebacken habe ich sie mit meiner lustigen neuen Snowman Form aus der „Easy Choc“ Reihe von Silikomart*, die ich im Vorwege zugeschickt bekam. Einerseits blamabel, dass es die Kekse nicht bis ins Paket schafften; andererseits spricht der kleine Futter-Aussetzer durchaus für das Rezeptbuch zum Ausstecher, dem ich das Grund-Gerüst für meine Kekse entnahm. Die Krümelreste auf meinem Pullover sprachen jedenfalls eine deutliche Sprache.

Schoko-Pfefferminz Kekse
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Süße Schokokekse mit winterlichen Motiven
Zutaten
  • 450g Mehl
  • 300g Butter, zimmerwarm
  • 200g Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 4g Backpulver
  • 1 Tl Pfefferminz-Extrakt
  • 50g schwach entölter Kakao
  • Dekoration:
  • 250g Zartbitterschokolade
  • Goldene Puderfarbe (z.B. Radiant Gold, Sugarflair)
Zubereitung
  1. Butter, Zucker und Pfefferminz-Extrakt mit dem Handmixer cremig schlagen. In einer weiteren Schüssel das Ei und Eigelb schaumig rühren. Zur Buttermischung geben und unterrühren. Mehl, Kakao und Backpulver zu den feuchten Zutaten geben und zu einem Teig kneten. Diesen dann auf ein Stück Frischhaltefolie legen und leicht plattdrücken; danach mit einem weiteren Stück Frischhaltefolie abdecken. Anschließend mit einem Rollholz auf 3mm Dicke ausrollen. Die Teigplatte entweder eine Stunde im Tiefkühler, oder 4 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

  2. Backofen auf 170° Ober/Unterhitze vorheizen. Die obere Folie der gut gekühlten Teigplatte abziehen. Den Keksausstecher leicht mit Mehl bestäuben und in den Teig drücken (Tipp: will sich der ausgestochene Keks nicht vom Ausstecher lösen, hilft es, eine Ecke des Teigs mit einem Zahnstocher vorsichtig herauszuheben. Anschließend lässt sich der Keks an der Ecke aus der Form ziehen). Die ausgestochenen Kekse auf mittlerer Schiene 10-12 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

  3. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mit einem Löffel in die Silikonform füllen. Die Form einige Male auf den Tisch klopfen, damit Luftblasen nach oben steigen können. Die Schokolade rund 30 Minuten im Kühlschrank aushärten lassen. Danach die Plättchen vorsichtig aus der Form lösen und mit ein wenig flüssiger Schokolade auf die Kekse kleben. Zum Schluss mit goldener Puderfarbe bepinseln.

  4. (Angelehnt an ein "Cookie Choc" Rezept von Silikomart)

 

*Silikomart stellte mir die Keksform kostenlos zur Verfügung. Dieser Aspekt hat meine Meinung nicht beeinflusst.