Das Erstlingswerk

Handmodel – eigentlich schon immer mein Traum. Wo andere Jungs früher Lokführer oder Astronaut werden wollten, hatte ich ganz andere Vorstellungen. Als mir dann schließlich viele Jahre später meine bessere Hälfte einen “Job” als Handmodel auf ihrem Blog anbot, konnte ich natürlich nicht widerstehen – sah ich doch all den Glamour, Ruhm und die Titelseiten zahlreicher Hochglanzmagazine vor mir! Die Ernüchterung kam allerdings recht schnell. Schlecht bezahlt, kaum Urlaub, ständige Kritik (“irgendwie hast Du Wurstfinger”) und die Jobs wurden seit dem Einzug eines Fernauslösers auch immer weniger.

“Was nun?” dachte ich mir. “Mach halt was Eigenes” meinte Persis nur, “und vielleicht bekommst einen kleinen Bereich auf meinem Blog nur für Dich!” Kaum wühlte ich jedoch in meinem Stapel BEEF!-Magazinen, kam gleich die nächste Schelte: “Glaub‘ ja nicht, dass Du auf meinem Backblog irgendeine Fleischnummer abziehen kannst!”. Okay, dann halt nicht. Zum Glück gibt’s noch etwas anderes, das ich schon immer mal ausprobieren wollte – Pralinen!

Tja, und hier bin ich nun! Ab und an werde ich mich mal ein klein wenig kreativ entfalten und ein paar leckere Pralinenrezepte posten.  Mein Erstlingswerk sind Nougatpralinen. Allerdings ein wenig ab von der normalen Pralinenform. Inspiriert von einer tollen Idee für Hohlkörper, welche ich bei Nina gesehen habe, und einem Rezept für eine leckere Nougatcreme von Himmlische Süßigkeiten, habe ich mich ans Werk gemacht.

Weiße Nougat-Becher
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Pralinen mit cremiger Nougat-Füllung und Karamell Crispies
Zutaten
  • Hohlkörper:
  • 70g Weiße Kuvertüre
  • Füllung:
  • 70g Haselnuss Nougat
  • 50g Weiße Kuvertüre
  • 40g Kokosfett (Palmin)
  • Karamell Crispies, Haselnuss Krokant, Schokostreusel o. Ä. als Dekoration
  • Werkzeuge:
  • Pralinenform aus Silikon
  • Pinsel
  • Spritzbeutel & Tülle
Zubereitung
  1. Als erstes die Kuvertüre für die Hohlkörper schmelzen und mit einem Pinsel die einzelnen Kammern der gewünschten Silikonform auspinseln. Diesen Vorgang nach kurzem Aushärten im Kühlschrank noch 1-2 mal wiederholen, damit die Wandstärke dick genug ist um die Hohlkörper beim Lösen aus der Form nicht zu zerbrechen.

  2. Als nächstes kommt die Nougat Cremefüllung dran. Auch hier werden alle Zutaten mit einem Messer klein geschnitten und dann zusammen im Wasserbad geschmolzen. Während des Schmelzvorgangs regelmäßig umrühren, damit sich die drei Zutaten schön gleichmäßig vermischen. Sollte die Masse zu flüssig werden, einfach wieder ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen, bis sie leicht anzieht. Nun mit dem Mixer auf mittlerer Stufe solange rühren, bis das Ganze cremig und hell wird.

  3. Die Masse mit einem Spatel in einen Spritzbeutel mit Tülle (z.B. einer französischen Lochtülle) füllen. Die Hohlkörper werden nun gleichmäßig gefüllt und abschließend ein wenig verziert (ich habe hierfür Karamell Crispies von Pati-Versand genommen). Zum Schluss sollten die Pralinen wieder in den Kühlschrank gestellt werden, damit die Füllung fest wird.

 

Restesamstag

Wenn im ganzen Haus ein undefinierbarer Kuechenduft umhergeht, wenn steinharte Broetchen hoffnungsvoll in heisse Oefen geschoben werden, wenn runzlige Dienstagspaprika, oller Mittwochseintopf und matschige Donnerstagskartoffeln einen unseligen Bratpfannen-Bund eingehen  – dann ist Restesamstag. Eine Tradition, die ich noch von Zuhause kenne und die auf meiner persoenlichen Beliebtheitsskala irgendwo hinter dem Fischfreitag zu finden ist.

Viel lieber ist es mir, wenn ich in einem Anfall von samstaeglicher Suesslust die Kuechenschraenke durchwuehle und mir ein ewig offener Becher Fettglasur plus ein Rest Kokosflocken in die Haende plumpsen. Dann fallen mir naemlich die guten Haferkekse von neulich ein und wie ich mich beim Backen arg zusammenreissen musste, damit ein Grossteils des rohen Teigs nicht in der Schnute verschwand. Wenn mir der Zufall dann noch eine angebrochene Tuete Aero Bubbles in die Flossen spielt, fackel ich nicht lange und bastel mir minzige Haferflockenkuller zusammen. Und ganz nebenbei kann ich euch auch noch zeigen, weshalb es bei mir niemals Cake Pops zu sehen geben wird – ich kann naemlich weder richtig rund, noch kann ich komplett ohne Risse. Aber unperfekte, leckere Haferflockenkuller futtern bis keine einzige mehr uebrig ist – DAS kann ich. Sogar richtig gut.

Minzige Haferflockenkugeln
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Kugeln aus rohem Haferkeksteig mit Schokoueberzug
Zutaten
  • 50g Butter
  • 125g Haferflocken
  • 50g Kokosraspeln
  • 100g Zucker
  • 50g Nutella
  • 100g Mehl
  • ein paar Tropfen Pfefferminzextrakt
  • Kleine Schokokugeln zum Fuellen (z.B. Aero Bubbles, Milka Lila Stars Snax, Maltesers)
  • 1 Becher Fettglasur
Zubereitung
  1. Die Butter in der Mikrowelle komplett zum Schmelzen bringen. Zusammen mit den Haferflocken, Kokosraspeln, Zucker, Pfefferminz und Nutella mit einem Handmixer verrruehren. Mehl in die Mischung sieben und noch einmal durchruehren. Eine walnussgrose Portion des fertigen Teigs in die Hand nehmen und etwas plattdruecken. Eine Schokokugel in die Mitte legen, mit dem Keksteig umschliessen und zu einer festen Kugel formen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. Die Kekskugeln 15 Minuten im Kuehlschrank fest werden lassen. Die Fettglasur nach Anleitung erhitzen und die Kugeln mit der fluessigen Glasur ueberziehen. Auf einem Stueck Backpapier trocknen lassen. Danach im Kuehlschrank aufbewahren.