Werbung: Weihnachtliche Schokosünden

Wenn *Tchibo zur Pralinen Blogparade ruft, kann sich der Keks natürlich nicht zurückhalten. Und da das Thema Schokolade mein Bereich ist, habe ich Persis heute mal das Ruder aus der Hand genommen. Ich habe eine Weile überlegt, was ich machen soll – Pralinen, ein paar Trüffel oder doch eher ein wenig Konfekt?

An das Naheliegendste habe ich natürlich erst mal nicht gedacht. Vor ein paar Tagen bekamen wir nämlich ein riesiges Paket von Tchibo zugeschickt, in dem neben verschiedenen Schokoladen und Pralinen auch haufenweise nützliche Werkzeuge für die Herstellung eigener Leckereien zu finden waren. Zum einen war dies ein umfangreiches Pralinen-Zubereitungsset, die dazugehörige Schmelzschale zum Temperieren von Schokolade, sowie Verpackungsmaterial, um seine schokoladigen Kreationen schick einzukleiden. Die Etagere aus Porzellan, die eigentlich zur Präsentation von Lebensmittel gedacht ist, hat sich Persis gleich unter den Nagel gerissen und als winterliches Deko-Objekt zweckentfremdet. Ich blieb in der Küche zurück, wo ich die Silikonformen für Schokoladentafeln ausprobierte.  Glücklicherweise war das Ganze ein Kinderspiel und es entstanden zwei weihnachtliche Tafeln, passend zur besinnlichsten Zeit des Jahres.

*Tchibo stellte mir die im Blogbeitrag erwähnten Artikel kostenlos zur Verfügung. Die in diesem Beitrag vertretene Meinung ist meine eigene und wurde nicht durch Tchibo beeinflusst.

Wenn ihr mögt, könnt ihr im Tchibo-Blog für die Schokoladentafel abstimmen. Dort haben noch elf weitere Blogger gezeigt, was sich alles Leckeres mit den Produkten von Tchibo anstellen lässt.

Last, but not least: auf Schnin’s Kitchen wird heute Geburtstag gefeiert, und Persis hat ihren Teil zum Burzelbuffet beigetragen. Was es zu schnabulieren gibt, erfahrt ihr, wenn ihr dem link folgt.

Xmas Marshmallow Schokolade
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Weihnachtliche Schokoladentafeln zum Verschenken
Zutaten
  • 120g Vollmilchkuvertüre
  • Mini Marshmallows
  • ¼ Tl Zimt
  • 1 Messerspitze Koriander
  • Transferfolie für die Unterseite
Zubereitung
  1. Zuerst die Kuvertüre in einer Wasserbad-Schmelzschale temperieren. Ist die Schokolade schön flüssig, werden sowohl Zimt als auch Koriander untergerührt. Dann wird die Silikonform ausgegossen.

  2. Kleiner Einschub: Normalerweise bin ich kein großer Fan von dieser Methode, da man entweder eine riesen Schweinerei veranstaltet oder viel Kuvertüre beim Ausgießen verschwendet, und greife deshalb auf die "Auspinsel-Methode" zurück. Allerdings habe ich vor kurzem einen Tipp aufgeschnappt, den ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Ist die Silikonform gefüllt, gieße ich die überschüssige Kuvertüre auf Backpapier. Von diesem kann man die noch flüssige Masse zurück ins Wasserbad geben. Einfach mit einem Löffel oder Schaber ein wenig nachhelfen, und schon bleibt so gut wie nichts auf dem Papier zurück.

  3. Zurück zum eigentlichen Thema: die ausgegossene Silikonform nun für ca. 10 min in den Kühlschrank stellen, damit die Kuvertüre fest wird. Danach jeweils ein Mini Marshmallow in jede der Kammern geben und die Form mit dem Rest der Kuvertüre bis zum oberen Rand ausgießen. Abschließend wird vorsichtig die zuvor zurechtgeschnittene Transferfolie auf die Form gelegt. Mit einem Finger ganz leicht andrücken, damit sich keine Luftblasen bilden.

  4. Damit ein gleichmäßiger Druck auf die gesamte Folie erzeugt wird, habe ich ein Brettchen obenauf gelegt, dieses mit einem Buch beschwert und eine Stunde auf dem Küchentisch ruhen lassen. Danach habe ich sie zum vollständigen Aushärten so für ein paar Stunden in den Kühlschrank verfrachtet. Wenn die Kuvertüre fest geworden ist, kann man zuerst vorsichtig die Folie abziehen und danach die Schokoladentafel aus der Silikonform lösen. Zum Schluß müssen bei Bedarf die Kanten vorsichtig mit einem Messer begradigt werden. Danach kann man die Tafel in Folie einschlagen und mit einem Anhänger versehen.

 

Werbung: Schokoschweinereien (Buchvorstellung)

Es ist noch gar nicht so lange her, genauer gesagt im Sommer, da durfte Persis zwei Bücher aus dem Angebot des *Löwenzahn Verlags rezensieren, eines davon vom Bäcker- und Konditormeister Franz Schmeißl. Und genau dieser hat nun ein neues Buch heraus gebracht, welches ich an dieser Stelle einmal kurz vorstellen möchte.

Schokoladige Backideen heißt das neue Werk. Wie der Name es vermuten lässt, dreht sich diesmal alles um die leckerste “Droge” der Welt. Auf knapp 250 Seiten präsentiert der Autor allerlei süße Leckereien aus verschiedenen Bereichen. Von Torten über Lebkuchen & Brownies hin zu schokoladigen Desserts und Pralinen findet der geneigte Hobbybäcker jede Menge zum Nachmachen. Jedes Rezept ist mit einem appetitlichen Bild untermalt. Alleine beim Durchblättern muss man aufpassen nicht zu sabbern.

Für Menschen wie mich, die eher zur Kategorie “Backlaie” gehören, gibt es ein 50-seitiges “Back ABC” in welchem einem Grundbegriffe und Grundlagen wie “Brandteig”, “Schokospäne” oder auch “Zwetschkenröster” vermittelt werden. Am Ende des Buches hilft einem das Glossar dabei, die österreichischen Fachbegriffe zu verstehen.

Persis hat das Rezept für einen saftigen Schokoladenkuchen nachgemacht, und nachdem sie selig grinsend mit schokoverschmiertem Gesicht in der Ecke lag, habe ich mir das Buch geschnappt, um ein wenig im Kapitel für Pralinen zu stöbern. Natürlich stieß ich gleich auf mehrere Dinge, die ich unbedingt nachmachen wollte. Deshalb gibt es dieses Mal zwei Rezepte von mir.

Den Anfang machen die genial guten Cointreau-Trüffel. Ihr glaubt gar nicht, wie viele neue Freunde man plötzlich hat, wenn man mit einer Portion dieser Trüffel im Büro aufkreuzt.

 

Cointreau-Trüffel
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Sahneweiche Schokotrüffel mit Alkohol
Zutaten
  • 70g Schlagsahne
  • 190g fein gehackte Zartbitter-Kuvertüre
  • 30ml Cointreau
  • 10g weiche Butter
  • Kakao Pulver als Deko
Zubereitung
  1. Als erstes die Sahne auf dem Herd kurz aufkochen und die fein gehackte Kuvertüre dazu geben. Leicht abkühlen lassen und dann den Cointreau und die Butter dazu geben. Mit einem Handmixer die Masse schön glatt schlagen. Danach eine Weile im Kühlschrank abkühlen lassen. Die dickflüssige Masse in einen Spritzbeutel füllen und Halbkugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Die Halbkugeln im Kühlschrank anziehen lassen. Danach immer zwei Halbkugeln in der Hand zusammendrücken und zu einer einzigen Kugel formen. Diese dann in Kakaopulver wälzen.
Hinweis
Ergibt ca. 25 Stück

Das zweite Rezept, welches ich ausprobiert habe, sind die Mandelsplitter. Allerdings habe ich das Rezept leicht verändert. Deshalb schreibe ich sowohl die Originalzutaten, als auch meine Änderungen (in Klammern) auf.

 

Mandelsplitter
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Knackig-karamellisierte Nusssplitter mit Schokoüberzug
Zutaten
  • 135g Mandelsplitter (100g Mandelsplitter + 100g gehackte Walnusskerne)
  • 30g Zucker (60g Zucker)
  • 100g Zartbitter Kuvertüre (175g Zartbitter Kuvertüre)
Zubereitung
  1. Als erstes werden die Mandelsplitter und die gehackten Walnusskerne im Backofen bei 170°C hellbraun geröstet. Danach den Zucker in einer Pfanne schmelzen, bis dieser ebenfalls hellbraun wird. Mandeln und Walnusskerne hinzugeben und gut miteinander verrühren, bis sie alle komplett mit Karamell überzogen sind. Die Nüsse nun gut abkühlen lassen und mit einem Holzlöffel immer wieder dafür sorgen, dass nicht alle aneinander kleben.

  2. Abschließend gibt man die karamellisierten Mandeln und Walnusskerne in temperierte Schokolade, verrührt das ganze gut und sticht mit einem Löffel kleine Nusshäufchen ab. Diese auf einem Stück Backpapier trocknen lassen.
Hinweis
Ergibt ca. 25 Stück

 

*Das Buch “Schokoladige Backideen” wurde mir für diese Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine eigene Meinung bleibt davon unangetastet.

Schaurige Flattermänner

Ich gebe zu: in einigen Bereichen war ich schon immer leicht zu beeindrucken. Habe ich früher ein ausgefallenes Spielzeug gesehen, setzte der Verstand aus und ich musste es unbedingt haben. Glücklicherweise hatten meine Eltern ein dickes Fell und ließen sich nur selten überreden. Ich erinnere mich aber auch an Ausnahmesituationen, in denen das Objekt der Begierde kurze Zeit später in meinen Besitz überging. Beispielsweise das wahnsinnig tolle, fluoreszierende Playmobil-Gespenst – passte irgendwie so gar nicht in meine Sammlung, die sonst nur aus Cowboys und Indianern bestand; aber egal, es war etwas Besonderes. Die Tatsache, dass der Plastikgeist im Dunklen tatsächlich leuchtete und dafür sorgte, dass ich die halbe Nacht vor Angst nicht schlafen konnte, war schließlich der Grund, warum ich das Gespenst am nächsten Morgen ganz tief unten in der Spielzeugkiste vergrub.

Und auch heute passiert es mir immer wieder, dass ich irgendwas sehe, total beeindruckt bin und es kaufe. Häufig genug ernte ich dafür zuhause ein mitleidiges Lächeln. So auch im Fall der Eiswürfel-Fledermausform. Ich habe sie im Sommer bei einem von der Frau verordneten Einkaufs-Trip bei KD-Torten gesehen und sofort stand fest, dass sie mit nach Hause muss. Daheim durfte ich mir dann natürlich anhören, dass man so eine Form nur einmal im Jahr nutzen kann, und außerdem – wer braucht im kalten Oktober schon Eiswürfel?

Dann stand vor kurzem bei Persis der Halloween Candytable an, und wie durch ein Wunder war meine ach-so-überflüssige Fledermausform plötzlich heiß begehrt. Ob ich denn nicht Lust hätte, mit meiner TOLLEN Form ein paar Pralinen zu machen? Ich verkniff mir einen Kommentar und machte mich stattdessen an die Recherche. Nachdem die Form der Pralinen feststand, wollte ich für die Füllung unbedingt einen blutroten Kontrast zur schwarzen Hülle haben. Da ich im Netz schon ein paar Mal über eine passende Himbeercreme gestolpert bin und Himbeeren liebe, war das Thema auch geklärt, und ich konnte an die Arbeit gehen.

Fledermaus-Pralinen
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Anleitung für einen Schwarm gruseliger Halloween-Pralinen
Zutaten
  • 200 g weiße Schokolade
  • 120 g Himbeerpüree
  • 50 ml Sahne
  • 30 g Butter
  • rote Lebensmittelfarbe (bei Bedarf)
  • Sonstiges:
  • 340g schwarze Candy Melts für die Hohlkörper
  • eine geringe Menge rote Candy Melts (ich hab 10 Stück genutzt) für die Augen
  • eventuell ein wenig Kokosfett
  • Fledermaus Eiswürfelform
  • Spritzbeutel
Zubereitung
  1. Als erstes habe ich mich an die Hohlkörper gemacht. Hierfür die schwarzen Candy Melts in kurzen Intervallen in der Mikrowelle erhitzen, bis sie flüssig werden. Dann die einzelnen Fledermäuse mit einem Pinsel ausstreichen. Die Form dann zum Aushärten für ca 10 Minuten in den Kühlschrank stellen und das Ganze mit einer zweiten Schicht wiederholen, damit die Hohlkörper auch stabil sind.

  2. Die Sahne wird zusammen mit der Butter leicht erhitzt (auf keinen Fall kochen lassen). Anschließend gibt man die Schokolade dazu und rührt alles gut um, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Dann gibt man das Himbeerpüree dazu und rührt ebenfalls noch einmal gut um. Hätte man die Farbe der Masse gern noch etwas "blutiger" (von Hause aus ist sie eher dunkelrosa), werden jetzt ein paar Tropfen rote Lebensmittelfarbe eingerührt.

  3. Die Füllung ein paar Minuten abkühlen lassen, damit sie nicht zu heiß ist und unsere Hohlkörper schmilzt. Nun füllt man sie in einen Spritzbeutel um und fängt an, die Hohlkörper zu füllen. Bitte daran denken, die Formen nur zu rund 80% zu füllen, damit man noch genug Platz für den Boden hat.

  4. Die Form nun noch einmal ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Füllung ein wenig fester werden kann. Anschließend kann man die Pralinen mit den schwarzen Candy Melts verschließen. Nun noch einmal ein paar Minuten in den Kühlschrank und danach kann man die Pralinen vorsichtig herauslösen.

  5. Was jetzt noch fehlt, sind die Augen. Dafür habe ich die roten Candy Melts zusammen mit ein wenig Kokosfett (sorgt dafür, dass die Candy Melts flüssiger werden) ebenfalls schnell in der Mikrowelle aufgelöst. Ich habe mir dann einen Einweg Spritzbeutel geschnappt, die oberen zwei Drittel abgeschnitten und eine kleine Lochtülle eingesetzt. Bevor ich den Fledermäusen ihre Augen verpasste, habe ich die richtige Dosierung der Schokolade erst auf einem Stück Papier geübt. Ist auch dieser Schritt erledigt, kommen die fertigen Fledermäuse in den Kühlschrank, wo sie ca. 1 Woche haltbar sind.
Hinweis
Ergibt ca. 30 Stück