Traumatischer Apfel-Gewürzkuchen

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Erinnert ihr euch noch daran, wie ich vorigen Herbst beim Besuch eines Obsthofs mit Rentnern, Bienen und Holzbrettchen in Apfelform konfrontiert wurde? Das war ein Spaß! Diesen Herbst überlasse ich die Apfelernte jedoch anderen Menschen. Ich bin immer noch etwas verstört vom letzten Zwetschgen-Trip zu genau diesem Obsthof.

An einem sonnigen Tag im August fuhren wir gerade rechtzeitig vor, um mitzuerleben, wie die Netze von den Kirschbäumen genommen wurden und riesige Vogelschwärme über das Areal zogen, um sich die Reste von den Zweigen zu picken. Massen an Flattermännern, die als dunkle Wolken zwischen hunderten von Kirschbäumen herumwirbelten und dabei ein Konzert veranstalteten, dass man sein eigenes Wort nicht verstand. So etwas Schönes hatte ich noch nie zuvor erlebt.
Fasziniert kniete ich mich nieder und hielt die Kamera auf eine besonders große Ansammlung Vögel, die wie ein schwarzer Teppich auf dem Boden saß und sich auf heruntergefallene Kirschen stürzte. Mein Mann stellte sich neben mich, um die wahrgewordene Hitchcock-Szene mit dem iphone zu filmen. Durch den Sucher der Kamera sah ich jenseits der Vogelmassen ein Ehepaar mit einem Kleinkind stehen, die das Spektakel genauso hingerissen beobachteten wie wir.

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Plötzlich kam Bewegung in die Gruppe, als Junior mit ausgestreckten Armen losrannte – wahrscheinlich, um einen Vogel zu streicheln – und den Schwarm in seiner Begeisterung aufscheuchte. Die Vögel schossen in die Höhe, flatterten aufgeregt über uns hinweg … und kackten mir dabei ganz gewaltig auf die Birne. Mehrmals. Innerhalb von Sekundenbruchteilen hatte ich weißeres Haar als der Weihnachtsmann. Die Magie des Augenblicks war mit einem Schlag dahin.

Nach einer halben Stunde im Waschcontainer des Obsthofs, wo ich den zwecklosen Versuch unternahm, meine Frisur zu retten, fuhren wir nach Hause. Ohne die Zwetschgen, wegen der wir eigentlich gekommen waren, aber immerhin um ein Vogel-Trauma reicher. Seit jenem Tag ist mir alles mit Flügeln dran nicht geheuer. Ich esse mittlerweile kein Hühnchen mehr. Oder setze mich in ein Flugzeug.

Nun kennt ihr den Grund, weshalb die Äpfel, die für Apfelmus und Füllung dieses Kuchens herhalten mussten, schnöde Supermarkt-Ware sind, und nicht vom Obsthof kommen. Vögel lieben nämlich Äpfel.

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Apropos Apfelmus: das Mus ersetzt in diesem Fall die Butter im Teig. Trotz des fehlenden Fetts wird der Kuchen sehr saftig und schmeckt auch am zweiten Tag lecker. Für Biss sorgen nicht nur Nüsse und Apfelstückchen, sondern auch zwei Schichten brauner Zucker, die sich einmal in der Mitte und einmal auf der Kruste des Kuchens befinden. Falls ihr wie ich noch etwas Karamellaufstrich von einem früheren Backwerk übrig haben solltet, dann gebe ich euch den Rat – ach wat, den Befehl! – drei Esslöffel davon kurz in die Mikrowelle zu stecken und die nun warme, flüssige Soße über den Kuchen zu gießen. Die Geschmacksknospen werden es euch danken.

Diesen Beitrag schnappe ich mir und klemme ihn gaaaanz hinten an die unglaublich lange Sammlung Apfelrezepte von Claras September-Runde #ichbacksmir. Habt ein schönes Wochenende!

Apple Spice Cake @yumlaut.de #fall

Apfel-Gewürzkuchen
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Ein herbstlich duftender Apfelkuchen ohne Fett
Autor:
Zutaten
  • 60g brauner Zucker
  • 60g heller Zucker
  • 120g ungesüßtes Apfelmus
  • 2 Eier
  • 1 gestrichener Tl Pumpkin Spice Gewürz
  • 250g Mehl
  • ½ Tütchen Backpulver
  • ½ Tl Vanillesalz
  • 120ml Buttermilch
  • 50g gehackte Walnüsse
  • Belag
  • 1 Apfel
  • 50g brauner Zucker
Zubereitung
  1. Backofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser fetten und mit Mehl ausschwenken. Beide Zuckersorten, das Apfelmus und das Gewürz in der Küchenmaschine verrühren. Die Eier nacheinander untermixen. Das Mehl mit Salz und Backpulver mischen und in feuchten Zutaten rühren. Danach die Nüsse kurz einmixen. Abschließend die Buttermilch unter stetigem Rühren zum Teig geben, der nun eine relativ flüssige Konsistenz bekommen sollte.
  2. Den Apfel schälen und grob würfeln. Eine Hälfte des Teigs in die Form gießen. Die Hälfte der Apfelwürfel auf dem Teig verteilen und mit der Hälfte des Zuckers bestreuen. Den Rest Teig obenauf gießen, die restlichen Apfelstückchen darauf verteilen und mit dem Rest Zucker bestreuen.
  3. Den Kuchen auf mittlerer Schiene ca. 60 Minuten backen. Eventuell nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken. Den Kuchen zehn Minuten auf ein Kuchengitter stellen, dann aus der Form lösen und auf dem Gitter komplett auskühlen lassen. Den fertigen Kuchen nach Bedarf mit Karamellsoße servieren.

 

 

Birnen-Brownie Tarte und Blog-Änderung

Dammichnocheins! Erst fasel ich großspurig über Veränderungen auf dem Blog, und dann mache ich mich klammheimlich vierzehn Tage vom Acker. Wie unhöflich von mir! Aber ich habe eine Erklärung für mein unangekündigtes Fernbleiben: ein spontaner Badezimmer-Umbau. Mit all dem Spaß, der dazu gehört. Krach, bei dem man sich nicht konzentrieren kann, Dreck, der einen in die Wahnsinn treibt, und ein mannshohes Loch an der Stelle, wo einmal eine schützende Tür saß. Besonders Letzteres ist eine interessante Erfahrung: ich weiß jetzt, dass ich nicht pieseln kann, wenn mir die Katze zuguckt.

Nun nimmt das Bad langsam Formen an, aber auch diese Woche werde ich nicht richtig in den Bloggeralltag zurückkehren können. Finde ich doof. Es fehlt mir, meinen Lieblingsblogs keinen Besuch abstatten zu können. Trotz allem will ich nun endlich mit der Sprache rausrücken, was die oh-so-geheimnisvollen Blog-Pläne betrifft.
Ich habe bereits an anderer Stelle erwähnt, dass mir der Name meines Blogs schon lange nicht mehr gefällt. Diesen Gedanken schriftlich festzuhalten und zu veröffentlichen hat mir nur deutlicher gezeigt, wie wenig ich mich mittlerweile mit dem Keks identifiziere. Deshalb werde ich das tun, was auch schon der kleine Prince tat: ich verpasse mir einen neuen Namen. Noch diesen Monat. Welcher das sein wird, möchte ich noch nicht verraten. Mir ist bewusst, dass ich mit diesem Schritt vielleicht einige Leser und ganz bestimmt einige kostbare backlinks verlieren werde. Ich gebe gern zu, dass ich vor den technischen Änderungen ein wenig Schiss habe, denn die Technik hinter dem Blog liegt mir so überhaupt nicht. Aber ich bin entschlossen, das Ding durchzuziehen.

Single Serve Brownie Tart   +++keksunterwegs.de+++

Der Keks bekommt also einen neuen Namen – was bedeutet dies für euch?

Haltet Ausschau. Folgt mir, beispielsweise über Bloglovin oder Facebook , um über den genauen Termin des Namenswechsels informiert zu werden. Dies ist wichtig, denn es wird sich natürlich auch die Webadresse des Blogs ändern. Mehr müsst ihr momentan nicht tun. Es gibt übrigens einen weiteren Grund, die Augen offen zu halten, denn zum neuen Namen wird es ein Blog-Event mit tollen Preisen von Design3000, Wesco, The British Shop und Thorbecke geben. Ich freue mich schon wie doof!

Single Serve Brownie Tart   +++keksunterwegs.de+++

Richten wir am Ende unseren Blick noch flott auf den Schoko-Seelentröster, der mir die letzten Wochen gleich mehrmals den Badezimmerfrust versüßte. Die Zutaten für diese leckere Tarte habe ich glücklicherweise immer daheim, bei der Wahl des fruchtigen Belags variiere ich gern und an Kochgeschirr brauche ich lediglich einen kleinen Topf, eine Müslischale und einen Schneebesen. Das Schönste: wenn ich nicht will, muss ich die Tarte mit niemandem teilen, denn das Rezept von Donna Hay lässt sich prima auf genau eine Portion umrechnen. Ein guter Kandidat für #ichbacksmir im August, finde ich. Und deshalb werde ich schnell zum Tastesheriff hinüberhuschen und die Solo-Tarte in die Linkliste eintragen. Wir sehen uns bald wieder!

Single Serve Brownie Tart   +++keksunterwegs.de+++

Birnen-Brownie Tarte für eine Person
 
Eine schoko-saftige Brownie Tarte mit Birnen, perfekt für eine Person
Zutaten
  • 50g Schokolade
  • 15g Butter
  • 20g brauner Zucker
  • 15g Milch
  • 1 mittelgroßes Eigelb
  • 10g Mehl
  • 1 kleine Birne
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 150° Ober/Unterhitze vorheizen. Eine 10cm Tarte- oder Springform fetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Schokolade, Butter, Zucker und Milch in einem kleinen Topf bei leichter Hitze schmelzen und glattrühren. Etwas abkühlen lassen. Eigelb und Mehl mit dem Schneebesen verrühren. Anschließend die Schokoladenmasse unterrühren. Den Brownieteig in die vorbereitete Form gießen. Die Birne waschen, in dünne Scheiben schneiden und diese strahlenförmig auf dem Teig anordnen. Die Tarte auf mittlerer Schiene ca. 35 Minuten backen.

 

Hat immer Saison: Zitrus Upside Down Cake

Citrus Upside-Down Cake   @ yumlaut.deCitrus Upside-Down Cake   @ yumlaut.de

Wenn ich den Sommer gut leiden kann, dann riecht er für mich wie frischgemähtes Gras, klingt nach dem Knistern eines Lagerfeuers am Ostseestrand und schmeckt wie eine soeben geknackte Kokosnuss. Wenn ich den Sommer weniger gut leiden kann, riecht er wie weich gewordener Straßenbelag, klingt nach kämpfenden Katzen unter dem Schlafzimmerfenster und schmeckt wie gechlortes Wasser, in das ein dreister Freibadbesucher gepieselt hat.

Citrus Upside-Down Cake  @ yumlaut.de

An diesem Dienstag weiß ich nicht so recht, was ich von der Jahreszeit halten soll. Heute riecht der Sommer für mich weder nach leckerem Grillgut in der Nachbarschaft, noch fühlt er sich an wie die Zwiebelhälfte auf einem frischen Wespenstich. Und ich habe die Befürchtung, dass der Kuchen auf dem Esstisch an meiner Indifferenz die Hauptschuld trägt. Zwar ist er mit seinem Orangenhäubchen absolut sommertauglich und schmeckt fürchterlich lecker, aber der Duft der Sonnenfrüchte erinnert mich auch ein klein wenig an Zimtstangen, Rollkragenpullover und Kerzenschein. Geht euch das auch so? Mein Juli-Ich fühlt sich jedenfalls etwas tüdelig und verlangt einen Glühwein.

Citrus Upside-Down Cake   @ yumlaut.de

Plötzlich bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob der Upside Down Cake für Claras #ichbacksmir Runde im Juli geeignet ist, aber ich schiebe ein Stück vom Kuchenglück einfach mal unter ihrer Tür durch und hoffe, dass sie anbeißt – im wahrsten Sinne des Wortes. Guten Appetit, Frau Tastesheriff, ich werde jetzt online Weihnachtsgeschenke shoppen!

Citrus Upside-Down Cake   @ yumlaut.de

Zitrus Upside Down Cake
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Lockerer Vanillerührkuchen mit einem Topping aus duftigen Orangenscheiben
Zutaten
  • 100g Butter
  • 100g Zucker
  • 1 Beutelchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 220g Mehl
  • 1 Tütchen Backpulver
  • Eine Prise Salz
  • Den Saft der ausgepressten Zitrusfrüchte
  • Belag
  • Je nach Größe 2-4 Bio-Zitrusfrüchte (z.B. Orangen, Zitronen, Grapefruit)
  • 100g Zucker
  • 100ml Wasser
  • 1 Tl Rosenwasser
  • Dekoration
  • essbare, getrocknete Rosenblüten
Zubereitung
  1. Zuerst wird der Belag vorbereitet: 100g Zucker und Wasser in einem Topf geben, zum Kochen bringen und rund zehn Minuten offen köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Zitrusfrüchte gut waschen und das dicke Mittelstück in dünne Scheiben schneiden. Die dünneren Endstücke mit der Zitronenpresse auspressen und den Saft beiseite stellen. Das Rosenwasser in den Sirup rühren, die Fruchtscheiben hineinlegen und weitere fünf Minuten köcheln. Den Topf danach vom Herd nehmen und den Sirup etwas abkühlen lassen.

  2. Den Backofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer runden Backform mit Backpapier auslegen und den Rand gut buttern. Die Fruchtscheiben mit einem Löffel aus dem Sirup holen, nur grob abtropfen lassen und fächerartig überlappend in der Form anordnen. Den restlichen Sirup in ein Glas gießen und beiseite stellen. Die Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen. Danach beide Zuckersorten unterrühren. Nun die Eier einzeln je eine halbe Minute in die Buttermasse schlagen und den Saft der ausgepressten Zitrusfrüchte einrühren. Mehl, Backpulver und Salz über die feuchten Zutaten sieben, kurz verrühren. Den fertigen Kuchenteig sehr vorsichtig auf die Obstscheiben gießen, damit diese sich nicht verschieben.

  3. Den Kuchen auf mittlerer Schiene 50-60 Minuten backen (eventuell nach halber Backzeit ein Stück Alufolie auf die Form legen, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird). Per Stäbchenprobe feststellen, ob der Kuchen durch ist; dann fünf Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen und vorsichtig stürzen. Den heißen Kuchen rundum - auch die Ränder- großzügig mit dem restlichen Sirup bepinseln. Den Kuchen nun vollständig auskühlen lassen und vor dem Servieren mit einigen getrockneten Rosenblüten bestreuen.
Hinweis
Der Kuchen ist für eine runde, geschlossene Kuchenform mit 26 cm Durchmesser ausgelegt; ich habe den Teig diesmal allerdings auf zwei Springformen zu je 20 und 12 cm Durchmesser aufgeteilt. Die Backzeit verringerte sich dadurch etwas. Außerdem habe ich eine Fettpfanne auf die untere Schiene des Backofens gestellt, damit austretender Sirup nicht auf den Boden des Ofens gelang. Bon appetit!