Gastbeitrag: White Chocolate Chip Cookies von Anett

gastblogger anett

Hallo ihr Keksesser! Ich bin die Anett von dem Blog herznah. Vielleicht kennen mich einige von euch noch von meinem alten Blog English Footprints. Ich bin irgendwo in den Zwanzigern (bei mir wird das Alter ganz klar verdrängt) und verweile seit 2012 inkognito unter den Briten. Auf meinem Blog geht es hauptsächlich ums Essen, gelegentlich habe ich auch mal einen kreativen Anfall und poste DIYs (aber eben nur gelegentlich).

White Chocolate Chip Cookies von Anett    @ yumlaut.de

Als mich Persis (meine Autokorrektur möchte den Namen die ganze Zeit zu persisch ändern) fragte ob ich Lust habe mein allerliebstes Keksrezept mit euch zu teilen war ich ganz aus dem Häuschen. Ich bin großer Fan von Persis’ Blog und fühle mich geehrt hier ein kleines Plätzchen für mich reservieren zu dürfen. Danke liebe Persis. Ich hoffe es gefällt dir und deinen Lesern. :)

White Chocolate Chip Cookies von Anett    @ yumlaut.de

Für mein liebstes Rezept muss ich auch gar nicht lange überlegen. Schon immer war ich riesiger Anhänger von weißer Schokolade und hier in England werden in den Supermärkten teilweise frisch gebackene Kekse mit weißen Schokoladenstücken verkauft. Wenn ich dann mal keine Zeit habe selbst welche zu Backen, sind die für mich eine kleine Belohnung. Einen Grund für die Belohnung
gibt es eigentlich nicht…muss man ja auch nicht haben, oder?! Gelegentlich muss man sich auch mal was gönnen. Oft endet es dann aber trotzdem im Fitnessstudio.

White Chocolate Chip Cookies von Anett    @ yumlaut.de

Aber zurück zu den Keksen. Mir war klar: es müssen White Chocolate Chip Cookies werden! Wenn Kekse, dann diese. Da ich euch aber nicht nur Kekse präsentieren möchte, gehen wir einen Schritt weiter und machen wunderbare Eiskrem-Sandwiches daraus. Natürlich mit selbst gemachten Eis. In diesem Fall habe ich Frozen Yoghurt mit Erdbeergeschmack gemacht, da es super zu weißer Schokolade passt und Erdbeeren ja noch in Saison sind. Außerdem ist es warm und da ist eine kleine Abkühlung ja immer willkommen.

White Chocolate Chip Cookies von Anett   @ yumlaut.de

  • Für etwa 20 Kekse braucht ihr:
  • 150g weiche Butter
  • 150g hellbrauner Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Ei
  • 300g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 200g weiße Schokolade, grob zerkleinert

Schlagt die Butter und den Zucker cremig. Gebt ein Ei und Vanilleextrakt dazu und mixt es ordentlich. In einer separaten Schüssel kombiniert ihr Mehl und Backpulver und gebt die Hälfte davon in eure Schüssel mit der Butter und Co.. Fügt außerdem eure Schokostückchen hinzu und vermischt es bis alle Stückchen im Teig sind. Dann gebt ihr den Rest des Mehls und verrührt es
alles miteinander verbunden ist. Formt eine Kugel aus dem Teig und wickelt ihn in Frischhaltefolie. Legt den Teig für eine Stunde in den Kühlschrank.
Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und teilt ihn in etwa 20 teile (je nachdem wie groß ihr die Cookies möchtet). Formt diese zu kleinen Bällen und legt sie auf ein Backblech (Backpapier nicht vergessen). Ich lege immer 6 auf ein Blech. Die Anzahl hängt von der Größe eures Backblechs ab. Backt die Wannabe-Cookies bei 190 Grad für 7 Minuten. Nehmt sie aus dem Ofen und drueckt die
Bälle mit einem Esslöffel flach. Ich gebe an dieser Stelle gerne noch zusätzliche Schokolade auf die Cookies. Schiebt das Blech für weitere 5 bis 7 Minuten in den Ofen. Die Cookies sind fertig wenn sie eine leichte Bräune haben.

White Chocolate Chip Cookies von Anett    @ yumlaut.de

  • Für das Eis benötigt ihr:
  • 500g griechischen Joghurt (0% Fett)
  • 500g Erdbeeren
  • 50ml Agavensirup

Wascht und entkelcht die Erdbeeren. Püriert sie dann in einem Mixer. Gießt jetzt den Agavensirup dazu und vermengt es. Fügt nun den Joghurt hinzu und mischt bis die Erdbeeren und der Joghurt vollständig kombiniert sind. Die Masse gebt ihr dann für etwa 30 Minuten in eine Eismaschine. Friert es danach ein oder (wenn die Konsistenz nicht zu flüssig ist) verteilt es gleich zwischen den (abgekühlten) Cookies und macht mit zwei Cookies ein Sandwich daraus. Ansonsten lasst das tiefgefrorene Eis 30 Minuten bei Zimmertemperatur antauen.

White Chocolate Chip Cookies von Anett    @ yumlaut.de
Ich hoffe ihr hattet so viel Spaß beim Lesen, wie ich beim backen und naschen. :) Bis bald! Eure Anett.

Shortbread: der leckere Langweiler

Classic Shortbread   @ yumlaut.de

Mein Geschmackssinn hat sich im Laufe des Lebens schon einige Male verändert. Konnte man mich früher mit Käse jagen, vergeht heute kaum ein Tag ohne eine Scheibe vom guten Stoff auf meiner Frühstücksstulle. Am liebsten Cheddar. Ich finde schon allein das Wort sehr toll: Cheddar. Hach!
Mein Schokosinn blieb von dieser Veränderung übrigens auch nicht verschont. Als ich ein Kind war, musste Schokolade möglichst süß sein. Und billig, damit ich sie mir vom Taschengeld leisten konnte. Dann wurde ich älter und die Schokolade dunkler und herber. Heute beiße ich ohne mit der Wimper zu zucken in Schokoladentafeln, die so zappenduster und bitter sind, dass sie eigentlich schon längst nicht mehr als Süßigkeit, sondern als Mutprobe in Alufolie gehandelt werden sollten.

Classic Shortbread   @ yumlaut.de

Die Bonbonniere auf dem Jugendstil-Buffet meiner Tante habe ich mein halbes Leben lang gemieden, weil sie mit schnödem Shortbread gefüllt war. Ich mochte den Keks nicht gern, weil ich ihn langweilig fand und meine unmittelbare Umgebung nach dem Essen grundsätzlich wie ein krümelübersäter Wüstenboden aussah. Heute ist es seltsamerweise die Schlichtheit, die ich an dem schottischen Gebäck so mag: weniger als eine Handvoll Zutaten, die zu einem unkomplizierten Teig zusammengefügt werden und sich im Backofen in einen herrlich buttrigen Keks verwandeln. Außerdem habe ich gelernt, wie man mürbes Gebäck isst, ohne sich dabei als Affe ohne Tischmanieren zu outen. Für den Notfall habe ich aber trotzdem heimlich einen Handstaubsauger hinterm Sofa geparkt. Muss ja niemand wissen.

Shortbread kommt in allen möglichen Formen daher, aber heute habe ich meine neue Shortbread Pan, die ich vorletzte Woche bei KDTorten erstand, mit einem wunderbaren Vanille-Shortbread eingeweiht. Der Teig, der aus dem Rezeptheft der Form stammt, kann auch problemlos in einer 20 cm , mit Backpapier ausgelegten Springform gebacken werden; eignet sich durch seinen hohen Butteranteil allerdings weniger zum Ausstechen.

Classic Shortbread   @ yumlaut.de

Shortbread
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Der leckere, buttrig-mürbe Keksklassiker aus England
Zutaten
  • 115g Butter, zimmerwarm
  • 40g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 120g Mehl
  • Evtl. Puderzucker zu Bestäuben
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 160° Ober/Unterhitze vorheizen. Die Shortbreadform fetten. Die weiche Butter mit dem Handmixer hell und cremig schlagen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, mit einem Messer das Mark entnehmen und dies zusammen mit dem Puderzucker in die Butter rühren. Anschließend das Mehl mit dem Mixer einarbeiten. Die krümelige Masse auf ein Arbeitsbrett geben und mit den Händen nur so lange bearbeiten, bis ein zusammenhängender Teig ensteht. Den Keksteig in die Backform pressen. Die gesamte Oberfläche mit einer Gabel einstechen. Das Shortbread auf mittlerer Schiene ca. 30-35 Minuten hellbraun backen. Die Form zehn Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Das Shortbread mit einem Messer vom Rand der Form lösen und dann auf ein Holzbrett stürzen. Das noch warme Shortbread in Stücke schneiden und vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren nach Bedarf mit Puderzucker bestäuben.

 

 

Kokoskekse & Blog-Awards

Double Coconut Sandwich Cookies   @ yumlaut.de

Ich finde Blog-Awards irgendwie-so-naja. Auf den ersten Blick ist die Nominierung des eigenen Blogs für solch eine Auszeichnung natürlich sehr schmeichelhaft, aber sobald man merkt, dass Blog-Awards häufig mit fragwürdigen Verpflichtungen einhergehen und man sie oft schwerer loswird als einen Bumerang, pfeffert man den Entwurf seiner Dankesrede frustriert in den nächsten Papierkorb.

Heute aber habe ich tatsächlich mal Lust, den Award-Fragenkatalog zu beantworten, der mir von Fräulein Glücklich in die Hand gedrückt wurde. Und noch viel schöner: ich nominiere hiermit einige Blogger, die ich sehr gerne und regelmäßig lese, es mir gleichzutun. Es sind nicht exakt elf Blogger, und es sind bei weitem nicht all meine Lieblingsblogger vertreten. Denn diese Liste wäre endlos! Liebe Anett, Edina, Katja, Andrea die Erste, Andrea die Zweite, Melli, Birgit und Rebecca – hiermit seid ihr ganz offiziell Anwärter für den Liebsten Award. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Fragen beantworten und weitere Blogger nominieren, aber wenn nich, dann halt nich.

Double Coconut Sandwich Cookies   @ yumlaut.de

  • Wann und warum hast du dich entschlossen, Bloggerin zu werden? Ich backe schon immer recht gerne und entdeckte vor zwei Jahren zusätzlich die Fotografie für mich. Mir fiel auf, dass sich beide Hobbies recht gut miteinander verbinden lassen. Daraufhin entschied ich, wildfremden Menschen per Internet mit meiner neugewonnen Erkenntnis regelmäßig auf den Geist zu gehen. Das war die Geburtstunde dieses Blogs.
  • Würdest du dich heute wieder für ein eigenes Blog entscheiden (warum)? Auf jeden Fall. Ich finde es spannend, die Entwicklung des Blogs (und meine eigene durch das Blog) zu beobachten und freue mich täglich über die Kontakte zu anderen Bloggern und Lesern, die man im Laufe der Jahre knüpft.
  • Was würdest du an deinem Blog (nicht) ändern? Ganz ehrlich: mir ist der Name meines Blogs schon lange zu forciert witzig. Ich hätte gern einen neuen. Ich wüsste auch, wie dieser neue Name lauten würde. Aber ich bin skeptisch wegen der Konsequenzen, die eine „Neuerfindung“ nach sich zieht. Namenswechsel vollzogen! Und es tat auch gar nicht weh.
  • Woher beziehst Du die Inspirationen für Deinen Blog? Aus Zeitschriften und Büchern, dem Internet und dem wahren Leben. Vor mir steht zum Beispiel eine Tasse mit einem Motiv, das prima auf einem Keks aussehen würde.
  • Mit welcher Foto-Ausrüstung machst Du Deine Bilder? Mit der EOS 70D von Canon, einer 50mm Festbrennweite, einem Reflektor und manchmal auch mit Stativ und Fernauslöser.
  • Was ist das letzte Buch, das Du gelesen hast? A Prayer for Owen Meany. Ich mag John Irving furchtbar gern.
  • Welchen Film sollte man Deiner Meinung nach unbedingt gesehen haben? So ziemlich jeden Streifen, in dem Bill Murray mitspielt.
  • Wie wichtig ist für Dich kochen und backen – und wie lautet Dein Lieblingsrezept? Ohne kochen und backen wäre ich ein sehr unausgeglichener (und hungriger) Mensch. Ein ultimatives Lieblingsrezept habe ich nicht. Derzeit steht Kokos bei mir hoch im Kurs. Deshalb gibt es passend zum Fragenkatalog auch genau diese Kekse.
  • Welches war Dein gelungenstes DIY-Projekt? Ich habe neulich ein Reclam-Heft unter ein schiefes Billy-Regal geschoben. Seitdem steht das Regal wieder wie ne Eins.
  • Wenn Du in Deinem Leben nur noch dreimal verreisen dürftest – wohin würde die Reise gehen? Ich würde gern nach Skagen fahren. Sobald ich wieder daheim ankäme, müsste ich dann wohl direkt noch einmal los, weil ich garantiert irgendeine wichtige Habseligkeit in Skagen vergessen haben würde. Die dritte Reise ginge dann nach Maine. In Bangor würde ich erst die Statue von Paul Bunyan bewundern und mir anschließend die Nase an Stephen Kings Gartentor plattdrücken.
  • Wie lautet Dein Lebensmotto? Life is short. Buy the shoes.

Double Coconut Sandwich Cookies   @ yumlaut.de

Kokoskekse
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Mürbes Kokosgebäck mit einer schokoladigen Kokoscreme als Füllung
Zutaten
  • Kekse:
  • 250g Margarine
  • 1 großes Ei
  • 140g Zucker
  • ¼ Tl Vanillesalz
  • 80g Kokosraspel
  • 360g Mehl
  • Füllung:
  • 200g Kokosschokolade
  • 80g Schlagsahne
  • 20ml Coco Biscuit (Fancy Feigling)
  • Ausserdem:
  • Backschablone, Pinsel, etwas Backkakao
Zubereitung
  1. Die Kokosraspel im Blender ganz fein mahlen. Margarine und Zucker mit dem Handmixer cremig schlagen. Erst das Ei unterrühren, dann die gemahlenen Kokosraspel unterrühren. Mehl und Salz dazusieben, kurz verrühren und dann mit den Händen glatt kneten. Ein Stück Frischhaltefolie ausbreiten, den Teig leicht plattgedrückt auf die Folie legen und mit einer weiteren Lage Frischhaltefolie bedecken. Den Teig mit einem Nudelholz ca. 5mm dick ausrollen und danach eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Kühlzeit die Teigplatte aus dem Kühlschrank nehmen. Die obere Lage Frischhaltefolie abziehen und mit einem runden Keksförmchen Kreise ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ein bis zwei Esslöffel Backkakao in eine kleine Schale geben. Die Schablone auf einen Keks legen. Etwas Kakao mit dem Pinsel aufnehmen und in die Aussparungen der Schablone pinseln. Überschüssigen Kakao vorsichtig beiseite pinseln (möglichst nicht pusten) und die Schablone abnehmen. Eine Hälfte der ungebackenen Kekse auf dieselbe Art schablonieren. Das Blech anschließend wieder eine halbe Stunde bis sechzig Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Die Kekse auf mittlerer Schiene ca. zwölf bis fünfzehn Minuten backen. Fertige Kekse auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

  2. Die Schokolade in Stücke brechen und in ein mikrowellengeeignetes Gefäß geben. Sahne hinzugießen. Auf kleiner Wattzahl in kurzen Intervallen erhitzen und immer wieder umrühren, bis sich Schokolade und Sahne komplett verbunden haben. Den Kokoslikör unterrühren. Die Ganache im Kühlschrank ein bis zwei Stunden abkühlen lassen. Danach in einen Spritzbeutel geben (oder einen Gefrierbeutel, von dem eine Ecke abgeschnitten wird) und je einen gemusterten und einen ungemusterten Keks mit etwas Kokoscreme zusammensetzen.
Hinweis
Statt einer Backschablone kann man auch Dekorierschablonen für Getränke nehmen oder sich am PC selbst eine Vorlage ausdenken, die dann ausgedruckt und ausgeschnitten wird.