Werbung: Hey Hey Halloween

An Halloween scheiden sich bekanntlich die Geister. Die einen finden den Brauch überflüssiger als einen Fahrradständer auf einem U-Boot. Die anderen – und zu denen zähle ich mich – sind ganz versessen auf Halloween. Und wie kann man diesen ganz speziellen Tag nicht mögen? Die Stimmung, die Verkleidungen, Ghostbusters in der Endlosschleife, der ganze göttliche Süßkram! Als gebürtiges Nordlicht erinnert mich Halloween an die vielen Rummelpott-Nächte meiner Kindheit, in denen wir kostümiert von Haus zu Haus zogen, plattdeutsche Niederträchtigkeiten über Katzen mit abgehackten Schwänzen sangen, uns im Schnee den Arsch abfroren und Legionen übriggebliebener Schoko-Nikoläuse gen Heimat schleppten.

Heutzutage klingle ich nicht mehr an den Türen fremder Menschen, um ihnen unter Gewaltandrohung Zuckerzeug abzuknöpfen. Süß gefuttert wird hier am Abend des  31. Oktobers aber trotzdem, während im Hintergrund Jack Torrance mit einer Axt die Badezimmertür bearbeitet.
Darum war ich auch die erste Person, die ganz laut „Hier!“ schrie, als Party Inspirations zur virtuellen Halloween-Sause einlud und dazu ein riesiges Paket an passenden Deko-Artikeln springen ließ. Von *Party Inspirations, diesem Tummelplatz der kreativen Sweet Table-Ideen und der dazugehörigen Galerie, in der man sich mit seiner eigenen Mottoparty verewigen kann, erzählte ich ja bereits im Sommer schon einmal. Heute könnt ihr an dieser Stelle des Blogs eines von fünf schaurigschönen Deko-Paketen gewinnen. Die genauen Regeln erfahrt ihr im Blog. Ich drücke euch die Daumen und wende mich dann wieder meinem eigenen Candy Buffet zu. Es gibt viel zu futtern – packen wir’s an.

Selbstgemachte, mit einem Keksausstecher ausgepiekste Marshmallow-Geister. Das Gesicht habe ich mit einem Lebensmittelstift aufgemalt. Das Rezept zu den Geistern habe ich bei Chefkoch gefunden. Wenn ihr euch auch mal an den Marshmallows versuchen wollt, möchte ich euch einen Tipp mit auf den Weg geben: fettet die Rührbesen des Handmixers ein, bevor ihr die flüssige Marshmallow-Masse durchrührt, sonst krabbelt das klebrige Zeug die Stäbe hoch. Ausserdem ist es ratsam, den Ausstecher alle paar Geister von Marshmallow-Resten zu befreien und in die Puderzuckermischung zu stippen.
Das gekaufte Popcorn habe ich auf ein Backblech gelegt, mit geschmolzener weißer Schokolade beträufelt und dann mit Zuckerdekor von Wilton in Spinnen- und Totenkopfform dekoriert.

Die Lakritz-Lollis habe ich nicht selbst gemacht; wohl aber die Schoko-Äpfel. Mir persönlich gefielen sie von allen Dingen auf dem Tisch am besten. Außerdem sind sie total einfach herzustellen, wahnsinnig lecker und mit sehr viel Fantasie sogar semi-gesund!

 

Schoko-Äpfel
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Eine schnelle Süßigkeit für das Halloween-Buffet
Zutaten
  • 6 kleine, säuerliche Äpfel
  • Ca. 300g Zartbitter-Kuvertüre
  • 150g Candy Melts in Orange
  • Schwarze Zuckerstreusel
  • 6 lange Holzstiele
  • 6 Muffinförmchen
Zubereitung
  1. Die Äpfel vom Stiel befreien, waschen und sehr gut abtrocknen. Es darf keine Feuchtigkeit mehr an ihnen haften. Anschließend je einen Holzstiel in die Äpfel stecken. Die Kuvertüre im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Die Äpfel in die flüssige Kuvertüre tauchen (eventuell einen Löffel zu Hilfe nehmen). Die Äpfel auf einem Stück Backpapier abstellen und die Schokoladenhülle fest werden lassen. Die Candy Melts in der Mikrowelle auflösen; dann in einen Gefrierbeutel umfüllen. Eine Ecke des Beutels abschneiden und die Candy Melts in dünnen Bahnen über die Äpfel gießen. Mit den schwarzen Zuckerstreuseln dekorieren und erneut trocknen lassen. Die fertigen Äpfel in Muffinförmchen setzen.

 

Die Fledermaus-Kekse (nach dem üblichen Rezept) habe ich vor dem Backen mit dem dicken Ende einer Lochtülle (ein runder Löffelstiel täte es auch) durchbohrt, damit ich später ein Band hindurch ziehen konnte. Dasselbe galt auch für die schwarzen Fondantaufleger. Die Kekse baumeln an einem Ast aus dem Wald, den ich zuhause mit schwarzem Lackspray angesprüht und in eine Vase mit Dekosand gestellt habe. Das Rezept für den Mini-Kuchen gibbet bereits eine Etage tiefer.

Neben den mit weißem Farbspray lackierten Zierkürbissen steht der Mandelkuchen für vier Personen. Die einzelnen Farben habe ich jeweils als Platte gebacken, daraus ca. 11 cm runde Kreise geschnitten und diese anschließend mit etwas Ganache zwischen den Schichten gestapelt. Das Rezept zum Kuchen stammt aus der Heftchenbeilage einer Backform.

 

Mandelkuchen
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Bunter Minikuchen für das Halloween-Buffet
Zutaten
  • 200g Butter, zimmerwarm
  • 120g Zucker
  • 1 El Vanillextrakt
  • 4 Eier
  • 1El Rum
  • 1 Prise Salz
  • 160g Mehl
  • 40g Speisestärke
  • 2Tl Backpulver
  • 200g gemahlene Mandeln
  • Lila und orange Pastenfarbe
  • Bunte Zuckerstreusel
  • Ganache:
  • 100ml Sahne
  • 100g Zartbitter-Schokolade
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Zwei kleine, rechteckige Backformen (ich nahm Auflaufformen aus Metall) einfetten und mehlieren. Butter und Zucker mit dem Handmixer schaumig schlagen. Vanillezucker, Eier und Rum hinzugeben und unterrühren. Danach Salz, Mehl, Speisestärke und Backpulver untermixen. Zum Schluss die gemahlenen Mandeln unterheben. Den Teig halbieren. Einen Teil orange, den anderen lila einfärben. Teig in die Backformen streichen und auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen. Den fertigen Kuchen auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen. Anschließend aus dem lila Kuchen zwei ca. 11 cm runde Kreise, und aus dem orangenen Kuchen einen Kreis desselben Durchmessers ausschneiden.

  2. Die Sahne in einem Topf kurz zum Kochen bringen. Die in Stücke gebrochene Schokolade hinzugeben. Kurz stehenlassen; dann mit einem Löffel verrühren, bis sich die Schokolade in der Sahne aufgelöst hat. Den Topf eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Die erkaltete Ganache anschließend mit dem Handmixer kurz aufschlagen. Einen lilafarbenen Kuchenkreis mit etwas Ganache bestreichen. Den orangenen Kuchen aufsetzen und ebenfalls mit Ganache bestreichen. Den zweiten lila Kreis als Abschluss obendrauf setzen und den Kuchen ringsherum mit der restlichen Ganache einstreichen. Mit den Zuckerstreuseln dekorieren.

Nochmal Kekse; diesmal in Form von Katzen. In den Teig gab ich Pastenfarbe (lila mit einem Schuss schwarz) und belegte die Kekse nach dem Backen mit grau-schwarz marmoriertem Fondant. Die Fledermaus-Pralinen mit Himbeerfüllung sind dem kranken Geist meines Mannes entsprungen. Sie bekommen in den nächsten Tagen ihren eigenen Beitrag. Daneben, im Plastikschädel eines Billig-Discounters: dänisches Lakritz mit Minzgeschmack. Nomnomnom.

Und das war das Halloween Candy Buffet 2013. Vielleicht hat es euch ja ein wenig gefallen. Wie haltet ihr es daheim eigentlich mit dem Halloween-Brauch? Yay or nay?

*Party Inspirations stellte mir die im Blogbeitrag erwähnten Artikel kostenlos zur Verfügung. Die in diesem Beitrag vertretene Meinung ist meine eigene und wurde nicht durch Party Inspirations beeinflusst.

Werbung: Abgestaubt

Kekse wurden gebacken, mit Fondant verziert, eingetütet, mit schicken Labels von print your party versehen und an niedlich verkleidete Erpresserbanden verteilt. Sogar Paketbote und Schornsteinfeger bekamen am 31. Oktober einen verpackten Keks in die Hand gedrückt; quasi als Entschuldigung für den lahmen Spruch über ihre „kreativen Kostüme“, den ich mir einfach nicht verkneifen konnte.
Nu isses also schon vorbei, das Halloween-Fest, und damit irgendwie auch der Herbst. Gerne würde ich weiter am Oktober festhalten, um die Jahreszeit mit ihren typischen Gerüchen und Farben noch einen Moment länger zu genießen. Doch alles um mich herum deutet darauf hin, dass wir bereits mit Volldampf auf Weihnachten zusteuern, und irgendwie kann man gar nicht anders, als sich von dieser vorweihnachtlichen Stimmung anstecken und mitreißen zu lassen. Demnächst werden also die Kisten mit Deko vom Dachboden gehievt, Rezepte gewälzt und das Radio nach einem weihnachtlichen Sender durchwühlt, der nicht „Last Christmas“ in der Endlosschleife spielt.

Bevor ich mich Lebkuchen und Jingle Bells hingebe, möchte ich aber noch die glücklichen Gewinner verkünden, die bei meiner Einzugsfete abgestaubt haben. Die Lottofee der ARD hatte leider keine Zeit, und so übernahm random.org den Job, anhand der durchnummerierten Kommentare die Namen der Gewinner zu ermitteln. Ein Kommentar konnte übrigens nicht berücksichtigt werden, da er erst nach Ende des giveaways gepostet wurde. Doppelte Kommentare wurden ebenfalls nicht mitgezählt.
Aber genug des Blablas. Folgende Personen müssen sich gleich bei den Nachbarn für ihr lautes Gekreische entschuldigen:

  1. Über den Gutschein von und fuer *Avie Art im Wert von wahnsinnigen 50 Euro darf sich Kitty freuen.
  2. Das schicke wire dish von Madam Stoltz, zur Verfügung gestellt von *lille sted, steht demnächst bei Froschmama.
  3. Die Tortenplatte mit Schleifenband, gesponsert von moi höchstpersönlich, zieht bei Maria Mueller ein.

*Die oben genannten Firmen stellten mir die im Blogbeitrag erwähnten Artikel kostenlos zur Verfügung. Die in diesem Beitrag vertretene Meinung ist meine eigene und wurde nicht durch besagte Firmen beeinflusst.

Halloween fuer Kuechen-Bagaluten

Du kamst damals 10 Tage zu spät auf die Welt? Rennst regelmäßig mit offenen Schuhen und schief zugeknöpfter Jacke dem Bus hinterher? Du weißt nicht, dass der Satz „alles Gute zum Geburtstag“ auch ohne das Wort „nachträglich“ verwendet werden kann? Du brauchst bei Lesungen, Kino und anderen Veranstaltungen grundsätzlich Opernglas und Hörgerät, weil es zehn Minuten vor Vorstellungsbeginn nur noch Karten in der letzten Reihe/hinter einem Pfeiler/neben der Tür zur Herrentoilette gibt? Und Du stellst heute mit überraschtem Blick auf den Kalender fest, dass Halloween sich mal wieder klammheimlich von hinten angeschlichen hat und Du völlig unvorbereitet dastehst? Lieber Keine-Zeit-Haber, Zu-Spät-Kommer und notorisch verplanter Mensch  – auch für Leute wie Dich und mich gibt es einen Ausweg! Eine Idee, die irgendwo aus in den Untiefen des Internets stammt und wie für uns gemacht ist.

Im Original findet ein orangefarbener Kuchenteig Verwendung, der im Sturzglas gebacken und zum Schluss mit einem grün eingefärbten Frischkäse-Frosting verziert wird. Doch uns fehlt natürlich die Zeit, um einen ausgewachsenen Kuchen zurechtzuschustern. Stattdessen wühlen wir in den Küchenschränken herum und greifen, wenn keiner hinschaut, verschämt zu einem Tütchen Puddingpulver. Die fehlenden Sturzgläser ersetzen wir durch leere Gü Puds, deren Inhalt wir im Vorfeld selbstlos in uns hineinlöffeln, und aus dem Frischkäse-Frosting wird eine hastig aufgeschlagene Sahnehaube. Zum Schluss kleben wir als Ablenkungsmanöver noch lustige Kürbisgesichter auf die Gläser und freuen uns später darüber, dass niemand zu bemerken scheint, wie wenig Arbeit hinter diesem Möchtegern-kreativen Halloweendessert steckt. Ham wir doch gut hinbekommen, oder?

Orangenpudding mit Zimtsahne
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Ein ultraschnelles Halloween-Dessert für Eilige
Zutaten
  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanille
  • 500ml Orangensaft
  • 2 El Zucker
  • Topping:
  • 200ml gekühlte Sahne
  • 2 El Puderzucker
  • 1 Msp Zimt
  • grüne Lebensmittelfarbe
Zubereitung
  1. Das Puddingpulver und den Zucker in einer kleinen Schüssel miteinander vermischen. Ca. 6 El vom Orangensaft abnehmen und zu dem Pulvergemisch geben. Mit einem Schneebesen glattrühren. Den restlichen Orangensaft in einem Topf zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd ziehen und das Pulver unterrühren. Den Topf auf den Herd zurückstellen und den Inhalt unter ständigem Rühren eine Minute kochen lassen. Den Pudding auf vier Dessertschalen verteilen und kaltstellen. Die Sahne in ein hohes Gefäß geben und mit dem Schlagbesen des Handmixers kurz auf niedrigster Stufe durchrühren. Puderzucker, Zimt und Lebensmittelfarbe zur Sahne geben und bis zur gewünschten Konsistenz aufschlagen. Die Sahne in einen Gefrierbeutel füllen, eine Ecke des Beutels abschneiden und kleine Tuffs auf den abgekühlten Pudding spritzen.
Hinweis
Wer mag, schaut sich in der Bildersuche von Google die ausdruckbaren Kürbisschablonen an, druckt ein passendes Gesicht in der gewünschten Größe aus, schnippelt die Vorlage zurecht und klebt sie an die Dessertschälchen. Fertig ist das Kürbisgesicht.