Gastbeitrag: Pastelitos von Baby Rock My Day

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Pastelitos von Baby Rock My Day @yumlaut.de

Manche Dinge erscheinen auf den ersten Blick einfacher als sie dann tatsächlich sind. Persis von Yumlaut fragt mich im Sommer ob ich nicht Lust hätte einen Gastbeitrag zum Thema Keks für Sie zu machen. Na aber klaro – Null Problemo. Das ist jetzt 5 Monate! her, denn nach einem kurzen überlegen stellt ich fest, Kekse ist so eine Nummer, die ich nicht kann. Mürbekekse mit den Kindern: und die Kekse meiner Kinder sehen besser aus als meine. Easy-Peasy-Rezept mit Zitronenkeksen: schmeckt zwar, sieht aber nicht-Öffentlichkeits-tauglich aus und so geht es fröhlich weiter.

Pastelitos von Baby Rock My Day @yumlaut.de

Und deshalb bin ich heute fix und fertig, happy und glücklich, denn ich habe es geschafft: Kekse zu produzieren die man A) essen und B) auch angucken kann. Diese Teilchen nennen sich “Mexikanische Pastelitos” und werden dort traditionell bei Hochzeiten gereicht. Witziger Weise werden genau die gleichen Kekslein in Spanien “Polveron” genannt und man ißt sie dort zu Weihnachten.

Pastelitos von Baby Rock My Day @yumlaut.de

  • Pastelitos
  • 225 g weiche Butter
  • 55 g brauner Zucker
  • 225 g Mehl
  • 115 g Speisestärke
  • 1 TL Zimt oder Weihnachtsgewürze
  • Puderzucker

Pastelitos von Baby Rock My Day @yumlaut.de

Butter und Zucker hell aufschlagen. Mehl, Stärke und Zimt mischen und zur Butter sieben. Teig gut verkneten und dann teelöffelgroße Portionen zu Kugeln formen. Backblech mit Backpapier auslegen und die Kugeln darauf setzten. Bei ca. 160°C 30-40 Min. Backen. Die Kugeln sollte nicht dunkel werden, also Ofen im Blick haben.

Pastelitos von Baby Rock My Day @yumlaut.de

Wer sich an diesem Punkt denkt, die Pastelitos haben eine seltsame Konsistenz, da kann was nicht stimmen – der liegt falsch. Lasst die Teile einfach gut auskühlen und wälzt sie anschließend ordentlich in Puderzucker. Wer mag mischt dem Puderzucker noch einen Löffel Zimt oder Weihnachtsgewürze bei. Luftdicht aufbewahren.

Pastelitos von Baby Rock My Day @yumlaut.de

 

Candy Cane Martini

A winterfresh cocktail in typical holiday colors

Juchei, die Adventszeit ist da! Aber was schreie ich so herum – dass der Dezember an die Tür klopft, ist euch sicherlich nicht entgangen. Die Erinnerung habe ich eigentlich auch mehr an mich selbst gerichtet, denn ich bin weihnachtstechnisch fast gar nicht gerüstet. Ich habe bisher keine Kekse gebacken, die Herrnhuter Sterne vom Dachboden gekramt oder auch nur ein einziges Weihnachtsgeschenk besorgt. Die kleine Tanne auf dem Bild ist nur eine Leihgabe; und wie mir vor wenigen Minuten durch ein Bild auf Instagram bewusst wurde, muss ich mir in den nächsten achtundvierzig Stunden darüber klar werden, wie unser Adventskranz aussehen soll, damit ich mich noch flott mit Kerzen und Dekozeug eindecken kann. Sonst kann es passieren, dass ich in der Nacht zum Sonntag mit Taschenlampe bewaffnet im Park hinter unserem Haus herumstolpere und verzweifelt Tannenzapfen und Moos in meine Jackentaschen stopfe.

A winterfresh cocktail in typical holiday colors

Einen Punkt auf der persönlichen To Do-Liste kann ich allerdings durchstreichen: den weihnachtlichen Absacker. Unsere Hausbar ist mittlerweile so gut sortiert, dass es nicht schwer fällt, auf die Schnelle eine saisonale Kleinigkeit zu zaubern. Der zweifarbige Candy Cane Martini (erst geschüttelt, dann gerührt) ist so minzig und lecker, dass sogar der Weihnachtsmann seinen Schlitten daheim stehen lassen würde, um sich nach Feierabend ohne schlechtes Gewissen mal so richtig einen hinter die rote Mütze zu kippen. Oh, Du feuchtfröhliche Weihnachtszeit!

A winterfresh cocktail in typical holiday colors

Candy Cane Martini
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Ein winterfrischer Cocktail in weihnachtlichen Farben
Autor:
Serves: 1
Zutaten
  • 40ml Vanille Vodka
  • 50ml Creme de Cacao, weiß
  • 20ml Pfefferminzschnaps, grün
  • 15ml Grenadine
  • 1 Pfefferminzstange
Zubereitung
  1. Ein paar Eiswürfel in einen Cocktailshaker geben. Vodka, Creme de Cacao und Pfefferminzschnaps dazugeben, kräftig schütteln und in ein gekühltes Martiniglas abseihen. Den Grenadinesirup langam über den Rücken eines Teelöffels in das Glas gießen. Eine Pfefferminzstange zum Umrühren in das Glas legen.

 

Schoko-Orangen Bundtlettes

Aromatische Mini-Kuchen im zartschmelzenden Schokomantel

Ich weiß nicht, ob es euch jemals aufgefallen ist, aber auf diesem Blog gibbet kaum  richtigen Kuchen. Ihr findet zwar jede Menge niedlichen Kleinkram vor, manchmal auch etwas aus der Springform, aber wenig Echtes; Handfestes.

Die Abwesenheit von Kuchen liegt an den minderwertigen Metall-Backformen in meinem Schrank (hoffe ich, denn die Alternative, dass ich schlicht zu doof für Kuchen bin, wäre peinlich). Ich weiß nicht, wie viele zerbrochene Hüpfe ich in den letzten Jahren aus diversen Gugel-Formen gezogen habe. Ich erinnere mich aber an jenen Moment, in dem ich traurig einsah, dass es aus genau diesem Grund Silikon gibt: um flachbrüstigen Möchtegern-Bäckerinnen wie mir das Selbstbewusstsein zu stärken.

Aromatische Mini-Kuchen im zartschmelzenden Schokomantel

Ich beschloss, meine Backformen durch ihre Gummi-Schwestern zu ersetzen, als plötzlich die gute Fee von *Mein Cupcake erschien und mir einen Wunsch freigab. Ich stöberte im Shop und wurde sofort schwach: Mein Cupcake führt Nordic Ware! An diesen Formen hing mein Herz schon lange. Leider war das Hirn, die blöde Spaßbremse, immer der Meinung, dass die hochwertigen Formen bei mir wie Perlen vor die Säue wären. Egal; diesmal hörte ich einfach nicht zu und teilte der Fee (männlich, übrigens) meinen Wunsch mit: die Heritage Bundtlette Pan.

Schon wenige Tage danach hob ich die schwere Backform ehrfürchtig aus ihrer Verpackung. Wusch sie, trocknete sie und fettete sie sorgfältig ein. Füllte sie mit einem Buttermilch-Kuchenteig und schob sie in den Backofen. Und dann, eine halbe Stunde später, als der Duft von Orange und Schokolade durch die Küche waberte, konnte ich kaum meinen Augen trauen: vor mir lagen sechs perfekte kleine Gugelhupfe; mit messerscharfen Kanten wie von einem Lineal gezogen. Ich war furchtbar stolz. Ungefähr so wie David Copperfield, als er die Statue of Liberty verschwinden ließ.

Aromatische Mini-Kuchen im zartschmelzenden Schokomantel

Als ich die Bündtchen so vor mir sah, hatte ich eine gute Idee und hüllte sie in einen Mantel aus Schokolade. Denn alles schmeckt besser mit Schokolade, besonders Schokoladenkuchen. Direkt darauf folgte eine schlechte Idee, als ich etwas Goldstaub auf einen feuchten Gugl tupfte. Der Kuchen sah plötzlich aus wie ein goldgepickelter Twilight-Statist. Deshalb wurde ihm auch untersagt, am anschließenden Fototermin teilzunehmen. Mit den restlichen, wohlgeratenen Küchlein ging es erst vor die Kamera und dann in den Ohrensessel, wo ich immer noch sitze und vor jedem Bissen die makellose Schönheit der Minis bestaune. Hach! Bitte entschuldigt meine feuchten Augen – ich bin grad nur so glücklich.

 

Schoko-Orangen Bundtlettes
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Aromatische Mini-Kuchen mit einem Überzug aus Vollmilchschokolade
Autor:
Serves: 10
Zutaten
  • 180g Butter, zimmerwarm
  • 180g Zucker
  • 3 Eier
  • 30g Zartbitterschokolade
  • 1 Tl Epressopulver
  • 1 Tl Orangenzeste
  • 150g Mehl
  • 20g schwach entölter Kakao
  • 5g Backpulver
  • ½ Tl Vanillesalz
  • 150ml Buttermilch
  • Guss:
  • 250g Vollmilchschokolade
  • 30g Kakaobutter (optional)
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Bundtlette Form mit fast flüssiger Butter auspinseln. Das Espressopulver mit 2 El kochendem Wasser auflösen, dann zum Abkühlen beiseite stellen. Die Schokolade in der Mikrowelle schmelzen und ebenfalls leicht abkühlen lassen. Butter und Zucker in der Küchenmaschine auf mittelhoher Stufe ca. 3 Minuten hell und schaumig rühren. Jedes Ei einzeln ca. 1 Minute auf mittlerer Stufe zufügen. Danach erst die Orangenzeste und geschmolzene Schokolade; anschließend den Espresso in die Masse rühren. Das Mehl, Backpulver, Salz und den Kakao zusammen über den Teig sieben und von der Maschine kurz glattrühren lassen. Die Buttermilch auf kleiner Stufe im Strahl einarbeiten.

  2. Den fertigen Teig in einen Spritzbeutel geben. Die Bundtlette Förmchen zu zwei Drittel füllen. Den restlichen Teig im Kühlschrank aufbewahren. Die Küchlein auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten backen. Die Form aus dem Backofen holen, 10 Minuten abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen. Die Form nachbuttern, den restlichen Teig einfüllen und wie vorher backen. Die Bundtlettes auskühlen lassen. Schokolade und Kakaobutter im Wasserbad schmelzen. Küchlein auf ein Gitter stellen, mit der Schokolade überziehen und erkalten lassen.
Hinweis
Den Teig kann man auch in einem 12er Muffinblech oder einer kleinen Springform backen.

*Vielen Dank an Mein Cupcake für die kostenlose Bereitstellung der im Blogbeitrag erwähnten Backform! Meine persönliche Meinung wurde durch das Sponsoring nicht beeinflusst.