Amaretti Morbidi für den #fbcookieswap

Soft and chewy: Italian Amaretti Morbidi for the #fbcookieswap

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht in den unterschiedlichsten Situationen über mindestens ein Gericht stolpere, das ich dringend nachmachen möchte. In Wartezimmern lichte ich komplette Magazinhalte mit dem Handy ab, versuche in Restaurants die Zusammenstellung von Gewürzen herauszuschmecken und erleichtere bei Geburtstagsfeiern die Gastgeber um ihre alten Familienrezepte. Leider klappt es dann oft zeitlich nicht und nur ein Bruchteil der Gerichte, die ich mir so ergaunere, wird tatsächlich in die Tat umgesetzt; auch wenn Wille und Appetit unbändig sind.

Soft and chewy: Italian Amaretti Morbidi for the #fbcookieswap

Deshalb freue ich mich auch mehr, dass ich es neulich geschafft habe, ein Keksrezept zu backen, welches mir bereits seit Juli auf der Seele brennt: die Amaretti Morbidi von Malu’s Köstlichkeiten. An einem heißen Sommertag entdeckt, an einem kalten Winternachmittag endlich verwirklicht und direkt verputzt. Nachdem der letzte Keks weg war, passierte etwas, das noch viel seltener vorkommt – ich feuerte den Ofen direkt für zwei weitere Bleche des weichen Mandelgebäcks an. So hin und weg war ich von den leckeren kleinen Dingern.

Soft and chewy: Italian Amaretti Morbidi for the #fbcookieswap

Um meine Freude über einen neugewonnenen Lieblingskeks zu teilen, wurde der Großteil der zweiten Ladung in Tütchen verpackt, die Tütchen in alte, mit weihnachtlichem Geschenkpapier beklebte Konservendosen gestellt und auf die Reise zu drei lieben Bloggern geschickt, die wie ich am diesjährigen Great Food Blogger Cookie Swap teilnehmen. Und die restlichen Kekse nahm mein Mann sehr gern als Bezahlung fürs Handmodeln vor der Knipse entgegen. Vier glückliche Keksempfänger, eine glückliche Bäckerin.

Übrigens – wenn ihr die Amaretti backen möchtet und nicht genau wisst, was ihr mit dem ganzen Eigelb anstellen sollt, möchte ich euch dieses Marzipaneis mit gebrannten Mandelsplittern ans Herz legen.

 

Amaretti Morbidi
 
Weiches und saftiges Mandelgebäck aus Italien
Autor:
Serves: 55
Zutaten
  • 4 Eiweiß
  • 400g gemahlene Mandeln
  • 440g Zucker
  • 20g Mehl
  • 10g Speisestärke
  • ¼ Tl Vanillesalz
  • 1 Fläschchen Bittermandelaroma
  • Puderzucker zum Besieben
Zubereitung
  1. Eiweiß und Salz mit dem Handmixer kurz schaumig anschlagen. Die Mandeln mit einem Spatel unterheben. Erst Mehl und Stärke, dann Zucker und Mandelaroma zur Mandelmasse geben und mit dem Mixer durchrühren. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Mit leicht angefeuchteten Händen walnussgroße Teigkugeln formen und diese auf das Blech setzen. Die Kugeln mindestens sechs Stunden trocknen lassen.

  2. Den Backofen auf 120° Ober/Unterhitze vorheizen. Die Kugeln auf dem ersten Blech mit Puderzucker besieben und auf mittlerer Schiene ca. 50 Minuten backen. Mit der zweiten Fuhre Kugel ebenso verfahren. Die fertigen Amaretti Morbidi auf dem Blech abkühlen lassen; danach luftdicht in Keksdosen aufbewahren.
Hinweis
Die Amaretti werden mit jedem Tag Lagerung weicher und aromatischer

 

Marzipaneis mit gebrannten Mandelsplittern

Marzipan Ice Cream With Candied Almonds / Cremiges Eis aus dem Eisbereiter mit knackigen Mandeln wie vom Jahrmarkt

Früher mied ich Rezepte, in denen größere Mengen Eigelb oder Eiweiß vorkamen. Bedeutete dies doch, dass ich mir Gedanken über eine zeitnahe Verwendung des übriggebliebenen Gegenparts machen musste, und dafür fehlten mir die Einfälle. Omelette war doof, weil mein Körper eilastige Mahlzeiten oft nicht verträgt. Einfrieren kam auch nicht in Frage, denn die Dinge in unserem Eisschrank neigten schon immer dazu, in Vergessenheit zu geraten. Wie die Supermarkt-Sahnetorte mit D-Mark Etikett, die ich neulich zusammen mit fast schon antikem Blumenkohl von ihrem Schicksal erlöste und den Müll beförderte.

Marzipan Ice Cream With Candied Almonds / Cremiges Eis aus dem Eisbereiter mit knackigen Mandeln wie vom Jahrmarkt

Seitdem hier im Sommer ein Eisbereiter einzog, hat sich in Punkto Rest-Ei so Manches getan. Meine Maschine vom Discounter ist nicht von bester Qualität; sie muss umständlich vorgekühlt werden und rattert im Betrieb, dass einem Angst und Bange wird, aber sie lehrte mich zwei Dinge: dass ich Eigelb schnell und lecker in eine Eis-Basis verwandeln kann und dass ein feines, selbstgemachtes Eis niemals Gefahr läuft, länger als vier Tage in den Untiefen des Gefrierschranks verschüttzugehen.

Marzipan Ice Cream With Candied Almonds / Cremiges Eis aus dem Eisbereiter mit knackigen Mandeln wie vom Jahrmarkt

Deshalb gab es neulich, als ich nach dem Backen mit vier herrenlosen Eigelben dastand, natürlich wieder Eis; und zwar in der winterlichen Variante mit Zimt, gebrannten Mandelsplittern und ganz viel Marzipan. Um dem Marzipan-Junkie in mir ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk zu machen, ertränkte ich die einzelnen Portionen vor dem Servieren noch in heißer Marzipan-Schokolade von beckscocoa und gab mich dann einem dreifachen, heißkalten Ma-Ma-Mandel-Rausch hin, aus dem ich erst einen Tag später wieder zu mir kam. Und genau so soll das sein.

Marzipan Ice Cream With Candied Almonds / Cremiges Eis aus dem Eisbereiter mit knackigen Mandeln wie vom Jahrmarkt

Marzipaneis mit gebrannten Mandelsplittern
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Cremiges Eis aus dem Eisbereiter mit knackigen Mandeln wie vom Jahrmarkt
Autor:
Serves: 6
Zutaten
  • Eis
  • 300g Schlagsahne
  • 300ml Milch
  • 4 Eigelb
  • 100g Zucker
  • 100g Marzipanrohmasse
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • ½ Tl Zimt
  • Mandeln
  • 100g Mandelsplitter
  • 100g Zucker
  • 1 Beutel Vanillezucker
  • 70ml Wasser
Zubereitung
  1. Das Marzipan in kleine Stückchen schneiden. Zusammen mit der Milch, dem Zimt und dem Vanilleextrakt in einen Topf geben. Marzipan bei mäßiger Hitze unter Rühren in der Milch auflösen. Die Marzipanmilch anschließend kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Eigelb und Zucker mit dem Handmixer fünf Minuten schaumig aufschlagen. Die leicht abgekühlte Milch unter ständigem Rühren im dünnen Strahl zum Ei geben. Die gesamte Masse zurück in den Topf gießen und unter Rühren erhitzen – nicht kochen – bis sie leicht eindickt. Die Eisbasis nun einige Stunden vollständig abkühlen lassen (In der Zwischenzeit kann man die gebrannten Mandelsplitter vorbereiten). Sahne steifschlagen und unter die Eisbasis heben. Diese nach Anweisung im Eisbereiter gefrieren lassen. Je nach Vorliebe 20-30g gebrannte Mandelsplitter unter das fertige, weiche Eis heben. Das Eis in einen geeigneten Behälter geben, mit einer Lage Frischhaltefolie abdecken und vor dem Verzehr noch einige Stunden im Gefrierschrank durchkühlen lassen.

  2. Ein Backblech mit Backpapier bereitstellen. Mandelsplitter, Zucker und Wasser in eine Pfanne geben. Bei mittelgroßer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen und zum Schmelzen bringen. Weiter rühren, bis der Zucker erst wieder fest und bröselig, und anschließend zu flüssigem Karamell wird. Gut rühren, bis alle Mandelsplitter gleichmäßig mit dem Karamell überzogen sind. Die Splitter auf das vorbereitet Backblech schütten, zügig mit einem Löffel glattstreichen und abkühlen lassen. Die fertigen Mandeln in einer Dose luftdicht aufbewahren.

  3. Eine heiße Schokolade kochen. Zwei bis drei Kugeln Marzipaneis in ein Glas geben, nach Vorliebe noch einige Mandelsplitter obenauf streuen und mit heißer Schokolade übergießen
Hinweis
Übriggebliebene Mandelsplitter sind mit Schokolade überzogen (zum Beispiel mit der Zimt & Koriander Küvertüre von Lindt) ein tolles weihnachtliches Mitbringsel

 

Vanillesalz und kleines Blog-Event

Homemade Vanilla Salt @yumlaut.de

Ein kleiner Nachtrag zum Advents-Thriller von neulich: nachdem ich mich am Samstag bei Nanu Nana mit einer älteren Dame um den letzten aufgeplatzten Beutel Weihnachts-Potpourri geprügelt habe, nachdem ich zuhause keine passenden Halter für die frischgekauften Stabkerzen finden konnte, nachdem die Katze den Steckschaum zum Krallenwetzen missbrauchte, nachdem ich mein Nervenkostüm mit reichlich Punsch besänftigen musste, steht er endlich, endlich vor mir: der Adventskranz Zweitausendvierzehn. Mehr shabby als chic und deutlich zu spät für die erste Kerze, aber mein!

Auch in Punkto Weihnachtsgeschenke für die Lieben bin ich nicht weiter als vor einigen Tagen. Ich weiß nur, dass ein Teil wie jedes Jahr aus der eigenen Küche kommen soll. Einige grobe Ideen stehen bereits, aber der allesentscheidende Schubs in die richtige Richtung fehlt noch. Und an genau dieser Stelle kommt ihr ins Spiel.

Homemade Vanilla Salt @yumlaut.de

Ich habe mich nämlich zu einem vorweihnachtlichen Blog-Event entschlossen. Ziel soll es sein, verplanten Menschen wie mir das Geben zu erleichtern – mit einer prallgefüllten Datenbank an Küchengeschenken, die man auch dann noch gewuppt bekommt, wenn einem am Morgen des dreiundzwanzigsten Dezembers einfällt, dass man noch eine kreative Kleinigkeit für den Schwippschwager der Schwester des Urgroßneffen mütterlicherseits braucht.

Es gibt sogar etwas zu gewinnen: *Mein Cupcake lässt ein umfangreiches Winterdorf-Keksset von Birkmann springen. Die Formen habe ich übrigens selbst und war überrascht, wie riesig sie sind. In die Häuser könnte man beinahe einziehen. Angela wirft einen 20 Euro Gutschein aus ihrer *Schönhaberei ins Rennen. Sucht ihr vielleicht noch Verpackungsideen für eure Weihnachtsgeschenke? Dann seid ihr bei Angela an der richtigen Stelle. Das Weihnachtspaket wird abgerundet durch eine kleine Überraschung aus meiner Küche, die ich obendrauf legen werde.

Homemade Vanilla Salt @yumlaut.de

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, habe ich heute ein schnelles Rezept mitgebracht. Letztes Jahr schickte mir Anni von 1a kitchen ein tolles PAMK-Paket (PAMK findet dieses Jahr übrigens wieder statt, yay!) mit einem Gläschen Vanillesalz. Ein Jahr später ist vom fulminanten Alleskönner kaum noch etwas übrig, weshalb ich vor einigen Tagen eine neue Mischung aus handgesiedetem Hanse-Salz aus Lüneburg und Tahiti-Vanille angesetzt habe. Ein Teil des Salzes wanderte in das Originalglas von Anni zurück, weil ich mich so bei jedem Griff ins Gewürzregal an eine wunderbare Küchenpost-Tauschrunde erinnere; die andere Hälfte verpackte ich in einen Salzstreuer von Tiger, pfuschte bei Picmonkey ein Etikett zusammen und druckte dieses auf Klebe-Etiketten aus. Et voilà – Instant Feiertags-Mitbringsel! Ich möchte mir selbst auf die Schulter klopfen.

Habt ihr ähnliche Geheimwaffen auf Lager, die einen wie den größten Weihnachts-Wohltäter von Welt aussehen lassen? Dann teilt sie doch bitte mit dem Rest der Welt – und mit mir. Ich freue mich sehr darauf, meinen Horizont mit euren Ideen zu erweitern.

 

Vanillealz
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Vanillesalz passt zu Fleisch und Fisch genauso gut wie zu Karamell und Schokolade
Autor:
Serves: 1
Zutaten
  • 1 Vanilleschote
  • 50g Speisesalz
Zubereitung
  1. Die Vanilleschote aufschneiden. Das Mark mit einem Messer entnehmen und mit 1 Esslöffel Salz mischen. Die ausgekratzte Schote in zwei bis drei Stücke schneiden. Zusammen mit dem Vanillesalz und dem restlichen puren Salz in einen Food Processor geben. Das Salz ein paarmal pulsen, bis es feiner gemahlen ist. Das Salz zum Schluss in ein Glas oder einen Salzstreuer umfüllen. Vor Gebrauch einige Tage durchziehen lassen.

Homemade Vanilla Salt @yumlaut.de

Die Regeln des Events: vom 1. bis zum 21. Dezember möchte ich gern eure ultimativen selbstgemachten Küchengeschenke kennenlernen. Egal ob süße Backmischung oder herzhaftes Pesto – ich freue mich über jedes Leckerchen! Wer sich Anregungen holen möchte, kann dies gern auf diesem Pinterest-Board mit vielen kulinarische Gechenkideen tun.

Das Blog-Event ist vorbei und der Gewinner wurde ermittelt. Ich bedanke mich für eure rege Teilnahme!


Yumlaut

Pro Person ist eine Rezepteinreichung erlaubt. Bitte keine Archivbeiträge sondern Rezepte, die innerhalb des vorgegebenen Zeitraums gebloggt werden. Mitmachen darf jeder, der das 18. Lebensjahr erreicht und seinen Wohnsitz innerhalb der EU oder der Schweiz hat. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinne wurden mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt und können nicht bar ausgezahlt werden.

Über das Voting: Diesmal werde ich ganz egostisch den Gewinner selbst bestimmen. Nach Ende des Blog-Events gebe ich ihn auf dem Blog bekannt.

*Die oben genannten Firmen stellten mir die im Blogbeitrag erwähnten Artikel kostenlos zur Verfügung. Die in diesem Beitrag vertretene Meinung ist meine eigene und wurde nicht durch besagte Firmen beeinflusst.

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