Aufgespießt

Candies Strawberries   @ yumlaut.de

Über Nina lässt sich eine Menge berichten. Zum Beispiel, dass sie ein recht alter Hase im Bloggeschäft und ganz nebenbei auch ungekrönte Cupcake-Königin ist. Dass sie feine Gastbeiträge verfasst und auch schon den ein oder anderen nicht mal so doofen Gastbeitrag auf ihrem eigenen Blog veröffentlicht hat. Dass sie freimütig zugibt, eine Spießerin zu sein, die andere Menschen gern mit ihrem Spießertum ansteckt. Und bei genau diesem Punkt rennt Nina mit ihrer Spießigkeit bei mir offene Türen ein. Nicht nur, weil ich finde, dass ein Stöckchen im Allerwertesten die Attraktivität von so manchem Gericht steigert; sondern auch, weil ich gelinde gesagt spitz bin auf einen der Gewinne, die unter den Teilnehmern des Blogevents verlost werden. Das Futterpaket aus Ninas Küche hat es mir angetan. Mit Essbarem bekommt man mich rum. Immer.

Blog-Event: Für Spießer! Candied Strawberries   @ yumlaut.de

Für das Event habe ich es mir sehr einfach und sehr lecker gemacht, mit Erdbeeren, wie man sie auf dem Jahrmarkt bekommt: glänzend und knackig mit einem leuchtend roten Zuckerüberzug. Was die Erdbeeren aus diesem Blogpost mit ihren Kirmes-Kumpels leider nicht gemein haben, ist die Haltbarkeit. Paradiesäpfel & Co. werden normalerweise in mehreren Vorgängen kandiert, um sie zu konservieren. Meine Erdbeeren haben nur eine Zuckerschicht; ihr Saft reagiert mit der Luftfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass sich die Glasur innerhalb weniger Stunden in klebriges Wohlgefallen auflöst. Mir ist das gleich. Und wer diese spiegelglatten Schönheiten nur angucken statt auffuttern will, hat sowieso etwas ganz Grundsätzliches nicht verstanden.

Candied Strawberries   @ yumlaut.de

Glasierte Erdbeeren
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Kandierte Erdbeeren am Spieß (fast) wie vom Jahrmarkt
Zutaten
  • 20 große Erdbeeren
  • 220g Zucker
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 3El Wasser
  • 1Tl Zitronensaft
  • Rote Lebensmittelfarbe
  • Ausserdem:
  • Schaschlikspieße / Lollistiele
  • Styropor, Eierkarton o.Ä. als Ablage für die fertigen Spieße
Zubereitung
  1. Die Erdbeeren waschen und sehr gut trockentupfen. Anschließend einen Schaschlikspieß oder Lollistiel vorsichtig durch den Blütenboden bis in die Mitte der Erdbeere hineinschieben. Ein Glas mit kaltem Wasser und ein geeignete Ablage für die Spieße bereitstellen.

  2. Zucker, Zitrone, Wasser und Farbe in einem großen Topf geben und auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zu einer breiigen, dickflüssigen Konsistenz schmelzen. Dann die Lebensmittelfarbe unterrühren und den Topfinhalt zum Köcheln bringen. Den Zucker unter Rühren weiter auflösen, bis ein glasklarer, flüssiger Sirup entstanden ist. Mit dem Rührlöffel einen Tropfen Sirup in das Wasserglas gleiten lassen: wird der Tropfen hart und lässt sich mit den Fingern zerbrechen, hat der Zuckerüberzug den perfekten Zustand erreicht. Den Topf vom Herd ziehen. Die Früchte nun nacheinander in die heiße Masse tunken, abtropfen lassen, ganz kurz in dem kalten Wasser abschrecken und zum Aushärten in die Ablage stecken.
Hinweis
Kühlt der Überzug während des Glasierens zu schnell ab und wird zäh, stelle ich den Topf auf die warme Herdplatte zurück und rühre einige Minuten kräftig, bis die Zuckermasse wieder geschmeidiger wird. Dieses Video ist ein guter Leitfaden für die einzelnen Stadien, die der Zucker während der Zubereitung durchläuft.

Nochn Tipp: Die restliche Glasur in runden Klecksen auf ein Stück Backpapier gießen und je einen Lollistiel in die Kleckse legen. Erst trocknen lassen, danach über selbstgemachte Lollis freuen.

 

 

Comments

  1. Ich werd verrückt – ist das eine coole Idee: Paradieserdbeeren, da konntest auch nur Du drauf kommen. Die sehen sooooo schön aus, das man sich sicher nicht traut sie aufzuessen. Eine perfekte Ummantelung, zumindest dem Foto nach zu urteilen.
    Sonnige Grüße,
    Sabine

  2. Sowas könnte ich sogar meinem Freund schmackhaft machen. Der meckert ja schon wenn irgendwo ein kleines Stück Frucht drin ist ^^
    wie immer schöne Fotos und eine tolle Idee für den Sommer!

  3. Mimi says:

    Was tolle, wunderschöne Fotos! :-) Vielen Dank für das feine Rezept, das ich mir wunderbar als Dekoration für Kuchen, Torten und Desserts vorstellen kann :-)
    Lieben Gruß
    Mimi

  4. Ich liebe Paradiesäpfel und Erdbeeren. Aber ich hab so eine blöde Apfelallergie und daher habe Ich seit Jahren keine Paradiesäpfel mehr gegessen. Mit deinem Rezept vereinst Du das beste aus beiden Welten und mal ehrlich, die halten doch bestimmt bei niemanden wirklich lange. Im Moment kann ich mir genau vorstellen, wie es sich anfühlt, die Kruste zu zerbeißen und dann das Erdbeerchen zu haben. Besser ich geht mal Zahneputzen ;)
    Liebe Grüße
    Tanja

    p.s. Ich werde noch zu einem Riesenfan der Autokorrektur meines Tablets. Aus Kruste macht die allen Ernstes Brüste.

  5. hach … meine Zunge klebt gerade am Bildschirm an so einer Erdbeere … ich find die Idee im wahrsten Sinne zuckersüß
    viele liebe Grüße
    Andrea

  6. Wow,
    Erdbeeren habe ich ja schon auf viele Arten gegessen, aber in dieser Form noch nie. Diese sehen zum Anbeissen lecker aus.

    LG,
    Edina.

  7. Boooooaaaaaarrrrrr …… WIE cool DAs ist …. muss ich nicht noch mal sagen oder?!
    Ach papperlapapp ….
    WIE cool ist DAS denn? :D

    EIN Mal darfst du nun raten … WAS ich als nächstes ausprobieren werde … –
    RISCHTIIIIISCH …. Erdbeeren mit Zuckerknack!

    Zuckersüße Erdbeer-Grüße … Katja
    (deine Tunke ist leider zu heiß … sonst würde ich auch glatt drin plantschen) ;)

  8. Ohhhh, großartig!
    Die Erdbeeren sehen himmlisch lecker aus…zum wegnaschen!
    Dein Blog gefällt mir auch sehr gut!
    Ich bleibe hier:-)
    Herzallerliebste Grüße,
    Eva-Maria

  9. Wooow, die sehen so toll aus! Erdbeerchen pur sind für mich schon das allertollste, aber so fein glänzend herausgeputzt machen die echt was her.
    Viele liebe Grüße!
    Stephie

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