Schoko-Orangen Bundtlettes

Aromatische Mini-Kuchen im zartschmelzenden Schokomantel

Ich weiß nicht, ob es euch jemals aufgefallen ist, aber auf diesem Blog gibbet kaum  richtigen Kuchen. Ihr findet zwar jede Menge niedlichen Kleinkram vor, manchmal auch etwas aus der Springform, aber wenig Echtes; Handfestes.

Die Abwesenheit von Kuchen liegt an den minderwertigen Metall-Backformen in meinem Schrank (hoffe ich, denn die Alternative, dass ich schlicht zu doof für Kuchen bin, wäre peinlich). Ich weiß nicht, wie viele zerbrochene Hüpfe ich in den letzten Jahren aus diversen Gugel-Formen gezogen habe. Ich erinnere mich aber an jenen Moment, in dem ich traurig einsah, dass es aus genau diesem Grund Silikon gibt: um flachbrüstigen Möchtegern-Bäckerinnen wie mir das Selbstbewusstsein zu stärken.

Aromatische Mini-Kuchen im zartschmelzenden Schokomantel

Ich beschloss, meine Backformen durch ihre Gummi-Schwestern zu ersetzen, als plötzlich die gute Fee von *Mein Cupcake erschien und mir einen Wunsch freigab. Ich stöberte im Shop und wurde sofort schwach: Mein Cupcake führt Nordic Ware! An diesen Formen hing mein Herz schon lange. Leider war das Hirn, die blöde Spaßbremse, immer der Meinung, dass die hochwertigen Formen bei mir wie Perlen vor die Säue wären. Egal; diesmal hörte ich einfach nicht zu und teilte der Fee (männlich, übrigens) meinen Wunsch mit: die Heritage Bundtlette Pan.

Schon wenige Tage danach hob ich die schwere Backform ehrfürchtig aus ihrer Verpackung. Wusch sie, trocknete sie und fettete sie sorgfältig ein. Füllte sie mit einem Buttermilch-Kuchenteig und schob sie in den Backofen. Und dann, eine halbe Stunde später, als der Duft von Orange und Schokolade durch die Küche waberte, konnte ich kaum meinen Augen trauen: vor mir lagen sechs perfekte kleine Gugelhupfe; mit messerscharfen Kanten wie von einem Lineal gezogen. Ich war furchtbar stolz. Ungefähr so wie David Copperfield, als er die Statue of Liberty verschwinden ließ.

Aromatische Mini-Kuchen im zartschmelzenden Schokomantel

Als ich die Bündtchen so vor mir sah, hatte ich eine gute Idee und hüllte sie in einen Mantel aus Schokolade. Denn alles schmeckt besser mit Schokolade, besonders Schokoladenkuchen. Direkt darauf folgte eine schlechte Idee, als ich etwas Goldstaub auf einen feuchten Gugl tupfte. Der Kuchen sah plötzlich aus wie ein goldgepickelter Twilight-Statist. Deshalb wurde ihm auch untersagt, am anschließenden Fototermin teilzunehmen. Mit den restlichen, wohlgeratenen Küchlein ging es erst vor die Kamera und dann in den Ohrensessel, wo ich immer noch sitze und vor jedem Bissen die makellose Schönheit der Minis bestaune. Hach! Bitte entschuldigt meine feuchten Augen – ich bin grad nur so glücklich.

 

Schoko-Orangen Bundtlettes
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Aromatische Mini-Kuchen mit einem Überzug aus Vollmilchschokolade
Autor:
Serves: 10
Zutaten
  • 180g Butter, zimmerwarm
  • 180g Zucker
  • 3 Eier
  • 30g Zartbitterschokolade
  • 1 Tl Epressopulver
  • 1 Tl Orangenzeste
  • 150g Mehl
  • 20g schwach entölter Kakao
  • 5g Backpulver
  • ½ Tl Vanillesalz
  • 150ml Buttermilch
  • Guss:
  • 250g Vollmilchschokolade
  • 30g Kakaobutter (optional)
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Bundtlette Form mit fast flüssiger Butter auspinseln. Das Espressopulver mit 2 El kochendem Wasser auflösen, dann zum Abkühlen beiseite stellen. Die Schokolade in der Mikrowelle schmelzen und ebenfalls leicht abkühlen lassen. Butter und Zucker in der Küchenmaschine auf mittelhoher Stufe ca. 3 Minuten hell und schaumig rühren. Jedes Ei einzeln ca. 1 Minute auf mittlerer Stufe zufügen. Danach erst die Orangenzeste und geschmolzene Schokolade; anschließend den Espresso in die Masse rühren. Das Mehl, Backpulver, Salz und den Kakao zusammen über den Teig sieben und von der Maschine kurz glattrühren lassen. Die Buttermilch auf kleiner Stufe im Strahl einarbeiten.

  2. Den fertigen Teig in einen Spritzbeutel geben. Die Bundtlette Förmchen zu zwei Drittel füllen. Den restlichen Teig im Kühlschrank aufbewahren. Die Küchlein auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten backen. Die Form aus dem Backofen holen, 10 Minuten abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen. Die Form nachbuttern, den restlichen Teig einfüllen und wie vorher backen. Die Bundtlettes auskühlen lassen. Schokolade und Kakaobutter im Wasserbad schmelzen. Küchlein auf ein Gitter stellen, mit der Schokolade überziehen und erkalten lassen.
Hinweis
Den Teig kann man auch in einem 12er Muffinblech oder einer kleinen Springform backen.

*Vielen Dank an Mein Cupcake für die kostenlose Bereitstellung der im Blogbeitrag erwähnten Backform! Meine persönliche Meinung wurde durch das Sponsoring nicht beeinflusst.

Caramel Appletini – Karamellapfel im Glas

The boozy version of your favorite fall treat

Einer der Gründe, weshalb mir der alte Blog-Name nicht mehr schmeckte, war das Gefühl von eingeschränkt-sein. Es fiel mir unglaublich schwer, die Flügel auszubreiten, weil im Hinterkopf immer der Gedanke herumspukte, dass ich dem Keks als Namen in so vielen Beiträgen wie möglich gerecht werden muss. Eine unnötige Bremse, die ich mir selbstauferlegt hatte. Es war, als säße ein kleiner Blog-Polizist auf meiner Schulter, der mit Trillerpfeife im Anschlag mitbestimmte, welche Inhalte auf dem Blog landen durften.

The boozy version of your favorite fall treat

Mit dem neuen Namen fühle ich mich seltsamerweise wie befreit. Ich schaue interessiert über meinen Tellerrand und entwickle völlig neue Ideen. Plötzlich bekomme ich Lust, einen Beitrag über das Krabbenpulen zu verfassen und von rechteckigen Wassermelonen oder frittierten Schokoladenriegeln zu berichten. Und ich möchte mit euch noch weiteres, hochprozentiges Neuland betreten.

The boozy version of your favorite fall treat

Habe ich in all den Jahren, die wir uns virtuell kennen, eigentlich erwähnt, dass ich gern mal einen Lütten schnassel? Nein? Also, das ist wirklich so. Ich trinke nicht regelmäßig und nicht viel, aber wenn, dann häufig in Form eines Cocktails. Besonders lieb sind mir saisonale Versionen, oder Getränke, die “festen” Leckereien nachempfunden wurden. Wie dieser Caramel Appletini hier, der quasi die steife Version eines Karamellapfels vom Jahrmarkt darstellt. Außerdem ist er mein neuer Unabhängigkeits-Cocktail, mit dem ich heute gern anstoßen möchte: nicht nur auf neugewonnene Blog-Freiheiten, sondern auch auf euch nette Mitleser, ohne die dieses Blog nicht halb so viel, ach wat, nicht mal ein Viertel so viel Spaß machen würde. Prost!

The boozy version of your favorite fall treat

Caramel Appletini
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Der Karamellapfel im Glas - ein sahniger, nicht ganz ungefährlicher Cocktail
Autor:
Serves: 1
Zutaten
  • 60ml Dooleys Toffeelikör
  • 30ml Berenzen Apfel
  • 15ml Wodka
  • 30ml Sahne
  • Garnitur:
  • In Scheiben geschnittener Apfel
  • Karamellsoße (z.B. Eisfix)
Zubereitung
  1. Etwas Karamellsoße ringförmig auf einen Frühstückteller gießen. Den Rand eines gekühlten Martiniglases in die Soße drücken, abtropfen und vorsichtig umdrehen. Den Apfel in Scheiben schneiden; dann mit einem beliebigen Keksausstecher kleine Förmchen ausstechen. Ein paar Eiswürfel in einen Cocktailshaker geben. Wodka, Apfelschnaps, Toffeelikör und Sahne dazugeben, kräftig schütteln und in das Martiniglas abseihen. Vor dem Servieren das ausgestochene Apfelscheibchen auf den Cocktail legen.

 

Karamell-Kakao Mix + Lieblingsglas Giveaway

Leckeres Schokoladen-Heißgetränk mit feiner Karamellnote; toll als weihnachtliches Mitbringsel.

Ein trüber Novembertag in Norddeutschland. Mittlerweile ist es draußen so ungemütlich, dass man seine Freizeit ungestraft auf dem Sofa vertrödeln kann, ohne sich im Bekanntenkreis als lichtscheuer Eremit zu outen, der nur vor die Tür tritt, wenn er an der nächsten Tanke seinen Vorrat an Gummibärchen aufstocken muss. An besonders faulen Schlechtwettertagen wie heute, an denen man mich nur unter Gewaltandrohung an die frische Luft bringt, halte ich mich gern an die großen Ks in meinem Leben: King, Stephen (sein neuester Roman), Kuschelsocken (nur echt mit dem Bommel dran) und Kakao (mit einem großen Berg Schlagsahne).

Leckeres Schokoladen-Heißgetränk mit feiner Karamellnote; toll als weihnachtliches Mitbringsel.

Die heiße Schokolade vor Weihnachten hat so etwas wie Tradition auf meiner kleinen Seite, die jetzt tatsächlich in den dritten Winter geht. Seit Beginn der Bloggerei bediene ich mich desselben Grundrezepts und wandle es ein wenig ab. Im ersten Jahr gab es den Klassiker mit einem Hauch von Zimt, im zweiten folgte eine Version mit Pfefferminz, und in diesem Jahr wende ich mich dem Karamell zu (noch so ein nettes K in meinem Leben). Die neue Sorte löst zwei gegensätzliche Gefühle in mir aus. Etwa Wehmut, weil dies das erste PAMK-lose Weihnachten ist, aber auch Freude darüber, dass die heiße Schokolade trotzdem in einem Paket auf die Reise gehen wird – zu einem von euch, wenn ihr mögt.

Leckeres Schokoladen-Heißgetränk mit feiner Karamellnote; toll als weihnachtliches Mitbringsel.

Zu verdanken haben wir das heutige Giveaway in erster Linie Nadine von *Lieblingsglas. Sie schickte mir vor einigen Wochen ein Päckchen mit zwei Ball Jars, den dazu passenden Blumendeckeln und einigen Strohhalmen. Seitdem ist eines der schmucken Gläser hier sehr oft in Gebrauch und hat sich auch schon auf das ein oder andere Bild im Blog geschlichen. Das andere Glas plus Deckel, neu und unberührt in seinem bruchsicheren Bettchen aus Holzwolle liegend, möchte ich heute verlosen. Obendrauf lege ich einige zusätzliche Strohhalme und natürlich eine große Portion vom Karamell-Kakao, damit ihr euer neues Glas standesgemäß einweihen könnt.

Das Gewinnspiel ist vorbei, danke für eure überwältigend Teilnahme! Über sechzig Kommentare – das ist wirklich, wirklich toll! Die glückliche Gewinnerin des Pakets ist Tanja von Wissenswürze. Herzlichen Glückwunsch, ich werde mich mit Dir in Verbindung setzen!

Das passende Glaslabel zum Kakao-Mix könnt ihr euch ebenfalls herunterladen: Datei aufrufen, Rechtsklick, speichern unter.

Leckeres Schokoladen-Heißgetränk mit feiner Karamellnote; toll als weihnachtliches Mitbringsel.

Übrigens stehen die Gewinner des Shortbread Blog Events fest. Wer genau das Rennen gemacht hat, könnt ihr in der Zusammenfassung nachlesen. Außerdem hat Lunas Philosophy bereits letzte Woche einen Gastbeitrag von mir veröffentlicht. Schaut doch mal bei ihr herein!

Leckeres Schokoladen-Heißgetränk mit feiner Karamellnote; toll als weihnachtliches Mitbringsel.

 

Karamell Kakao-Mix
 
Arbeitszeit
Koch/Backzeit
Insgesamt
 
Leckeres Schokoladen-Heißgetränk mit feiner Karamellnote; toll als weihnachtliches Mitbringsel.
Autor:
Serves: 20
Zutaten
  • Karamell
  • 200g Zucker
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 3 El Wasser
  • ½ Tl Vanillesalz
  • Kakao-Mix
  • 250g Magermilchpulver
  • 130g Puderzucker
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 90g Backkakao
  • 120g Karamellpulver
Zubereitung
  1. Ein Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegen. Zucker, Vanillezucker und Wasser in einen mittelgroßen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen und zum Schmelzen bringen. Immer weiter rühren, bis der Zucker erst bröselig und fest und danach wieder flüssig wird. Nun das Vanillesalz einrühren. Die Hitze hochdrehen und solange unter Rühren köcheln, bis das Karamell farblich an Bernstein erinnert. Das Karamell dünn auf das Backblech gießen und einige Stunden aushärten lassen. Ein Stück Backpapier auf die erkaltete Karamellplatte legen und diese mit einem Fleischklopfer in kleine Stücke brechen. Die Stücke in einem Food Processor zu feinem Pulver mahlen. Das fertige Karamellpulver luftdicht in einer Plastikdose lagern.

  2. Nun 120g des Karamellpulvers zurück in den Behälter des Food Processor geben und die restlichen Zutaten obendrauf schütten. Eine Minute von der Maschine durchmixen lassen und anschließend luftdicht aufbewahren.

  3. Mit einem Teelöffel 30g Kakao-Mix in eine Tasse geben und mit 250ml kochende Wasser aufgießen. Gut umrühren und nach Bedarf mit Schlagsahne und Kakaopulver oder Marshmallows servieren.
Hinweis
Den verkrusteten Topf mit heißem Wasser und einem kleinen Spritzer Geschirrspülmittel füllen, zurück auf den Herd stellen und kurz aufkochen. Den Topf eine Weile stehenlassen und die aufgeweichten Zuckerreste danach bequem auswischen.

*Vielen Dank an Lieblingglas für die kostenlose Bereitstellung der im Blogbeitrag erwähnten Artikel! Meine persönliche Meinung wurde durch das Sponsoring nicht beeinflusst.